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Re: VerstÀrkerei

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The Doctor
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Betreff: Re: VerstĂ€rkerei (359) 06.02.2017, 14:37:59
Als Antwort auf: Re: VerstÀrkerei, geschrieben von Kaspie am 05.02.2017, 18:14:32
Moin !

Da muß ich doch gleich mal meinen Senf...

SchaltverstĂ€rker sind nun mal eben aus konstruktiven GrĂŒnden auf Ausgangsfilter angewiesen. Sie sind nicht nur fĂŒr die Rekonstruktion des Wellenverlaufes als auch zur Einhaltung der EMV-Vorschriften zustĂ€ndig.

Leider sind sie aufgrund einer "Billig-billig-Politik" meistens aus sehr unzureichend dimensionierten Bauelementen zusammengesetzt und daher - wegen ihrer Verluste - auf Gedeih' und Verderb' von der Lastimpedanz abhÀngig (wie eben Frequenzweichen auch).

Blöderweise können solche Filter augrund der closed-Source-Naturgesetze nur fĂŒr eine Impedanz berechnet und ausgelegt werden, an derer sie korrekt arbeiten.
Wenn ich also wie im Eingangspost lese, daß ein VerstĂ€rker XY pauschal bei 20 kHz -3 dB Pegelabfall hat, dann liegt das nur daran, daß die Lastimpedanz nicht stimmt (Beispiel: Filter auf 6 Ohm gerechnet, aber Lautsprecher mit 4 Ohm angeschlossen).
Dies dem VerstÀrker anzulasten, wÀre unfair.

Was ein gnadenlos dimensioniertes Netzteil an einem ansonsten einfachen D-Amp bewirkt, habe ich seit Herbst 2016 erleben dĂŒrfen: ein SA98 (ohne "E") ist an ein fettes Schaltnetzteil Meanwell HLG600H-36A angeschlossen. Nach dem NT folgt eine fette Drossel 87 mH sowie amtliche 2.4 Farad Siebung (demnĂ€xt auf 4 Farad).

Das Ergebnis ist schlicht untertrieben "ÜberwĂ€ltigend".
Der VerstÀrker ist als solcher nicht mehr wiederzuerkennen. Er hat sich klanglich um mindestens 3 Schulnoten verbessert. Allein die StabilitÀt, die Auflösung und die Fein- und Grobdynamik sind nun 1a.
Das hÀtte ich in diesem Umfang nie und nimmer erwartet oder damit gerechnet !

Das Material fĂŒr die UmrĂŒstung des Ausgangsfilters habe ich schon hier liegen. Die mickrigen Eisenkerndrosseln werden durch Folienbandspulen mit 2.5 mmÂČ Cu ersetzt und die KeramikkondensatorgrĂŒtze durch Roederstein KP1832 plus Styroflex. Das ganze wird dann in einem geschirmten KupfergehĂ€use eingegossen.

Durch meine systemweite Arthrose (und anderer Kleinigkeiten...) muß ich allerdings noch ein paar Monate warten, bis es wieder angenehm warm ist und ich mich wieder bewegen kann. In der Zeit werde ich weiter das nötige Material fĂŒr die weiteren Umbauten sammeln.

Ich werde berichten...


LG The Doctor

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