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HiFi-Tage

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Joschi
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Betreff: HiFi-Tage (174) 22.10.2017, 12:46:41
Guten Morgen,

da es um die Ecke war und mein Kleiner und ich einen Ausflug machen wollten, fuhren wir zu den Hifi-Tagen (https://deutsche-hifi-tage.com).
Da ich ab und zu zum Bahnfahren Zeitschriften kaufe, wollte ich mal wissen, was hinter all den blumigen Beschreibungen steckt und selber hören, mein Kleiner findet Lautsprecher auch interessant.
Schwierig war bei allen, dass da sehr spezielle MusikstĂŒcke liefen, die wir nicht kannten. Es wurde auch bei Ausstellern, die mehrere Modelle dabei hatten, pro Modell andere StĂŒcke gespielt, was den Modellvergleich untereinander unmöglich machte.
In einem Beispiel gab es Gesang zur Gitarre, was die Impulstreue und Transparenz zeigen sollte. Das war auch der Fall, aber insgesamt viel zu brilliant mit m. E. einer Delle um 2-3 kHz und laut. Aus einer akustischen Gitarre wurde ein Laserskalpell. Hatte mit den ursprĂŒnglichen Klangfarben gar nichts mehr zu tun. NĂ€chste Box, anderes StĂŒck, je nach Charakteristik der Box wohl das passende.

Bei der Firma mit den Biegewellenwandlern war Vynil am Start, die laufende Scheibe klang topfig-bassflach und etwas mittenquĂ€kig. Das war aber wohl die Aufnahme, und wir wollten wieder raus, als sich plötzlich eine Frauenstimme zum "Anfassen" etwa 3m hinter den Boxen sehr realistisch "materialisierte". Das war echt eine frappante Überraschung. Die nĂ€chste Scheibe war vom Spektrum ausgewogen.

Schweizer Firma mit Magnetostaten-koax: sehr schlĂŒssig und gut, allerdings bekam ich keine Mitte (mono) hin, obwohl ich mittig saß. Ansonsten angenehm unaufgeregtes Setup, was gut funktionierte.

Unaufgeregt auch ein deutscher Boxenversender mit drei Modellen, von denen wir zwei kurz hörten, eine davon eigentlich der beste Lautsprecher des Tages (wir waren nicht bei allen Ausstellern, das sei angemerkt).

Amerikanische, große Elektrostaten: auch hier merkwĂŒrdige Musik, großer Aufwand an Leistung (2x 600W McIntosh) und Woofern mit Raumkorrektur. Ich stand am rechten Rand des Raumes, weshalb ich hauptsĂ€chlich die Reflexion der rechten BoxenrĂŒckseite mitbekam. WĂ€re mit anderer Musik an einem anderen Platz wahrscheinlich ziemlich gut gewesen, der Aufwand war betrĂ€chtlich.

Die akustische Situation war insgesamt nicht optimal, aber OK (ist ja zuhause auch irgendwie anders als optimal (meist)); bedauerlich war, dass Geithain neben Teufel residierte und durch brachiales Filmtongebrummel beeintrÀchtigt wurde (Wooferschlacht?).

Und noch dies und das. Kopfhörer: einiges zu hören, japanische Elektrostaten, die ich ein bisschen kenne, waren da und spielten ein unpassendes StĂŒck: ungewohnter, topfiger Grundton, hatte ich bisher noch nicht gehört.
Audeze an RöhrenverstÀrker, kann man mal gehört haben.

War ein netter Ausflug. Anschließend zuhause noch etwas gehört. Eigentlich auch OK. Da bemĂ€ngele ich ab und zu einen etwas "hohlen und flauen" Grundton (obererBass/untere Mitten). Vielleicht gehört's aber auch genau so, messmĂ€ĂŸig ist es i.O. Vielleicht muss ich mal schauen, wie sich das GehĂ€use resonanzmĂ€ĂŸig verhĂ€lt (wĂ€re es schlimm, wĂŒrde mich eher etwas nerven, als dass mir etwas fehlt).

Ansonsten: Kopfhörer auf!

Schönen Sonntag,
Joschi



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