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Re: St├Âr will?

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moreart
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Betreff: Re: St├Âr will? (146) 24.02.2020, 20:29:31
Als Antwort auf: St├Âr will?, geschrieben von High5 am 24.02.2020, 10:04:17
In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochm├╝tigste und verlogenste Minute der ┬╗Weltgeschichte┬ź; aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemz├╝gen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mu├čten sterben. ÔÇô So k├Ânnte jemand eine Fabel erfinden und w├╝rde doch nicht gen├╝gend illustriert haben, wie kl├Ąglich, wie schattenhaft und fl├╝chtig, wie zwecklos und beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt. Es gab Ewigkeiten, in denen er nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben. Denn es gibt f├╝r jenen Intellekt keine weitere Mission, die ├╝ber das Menschenleben hinausf├╝hrte. Sondern menschlich ist er, und nur sein Besitzer und Erzeuger nimmt ihn so pathetisch, als ob die Angeln der Welt sich in ihm drehten. K├Ânnten wir uns aber mit der M├╝cke verst├Ąndigen, so w├╝rden wir vernehmen, da├č auch sie mit diesem Pathos durch die Luft schwimmt und in sich das fliegende Zentrum dieser Welt f├╝hlt. Es ist nichts so verwerflich und gering in der Natur, was nicht durch einen kleinen Anhauch jener Kraft des Erkennens sofort wie ein Schlauch aufgeschwellt w├╝rde; und wie jeder Lasttr├Ąger seinen Bewunderer haben will, so meint gar der stolzeste Mensch, der Philosoph, von allen Seiten die Augen des Weltalls teleskopisch auf sein Handeln und Denken gerichtet zu sehen.

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