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Re: Konzept & Entstehungsgeschichte

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P.Krips
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Betreff: Re: Konzept & Entstehungsgeschichte (1959) 25.04.2013, 19:12:41
Als Antwort auf: Konzept & Entstehungsgeschichte, geschrieben von Shantipada am 24.04.2013, 19:30:51
Hallo,

"Noch ein paar Bemerkungen zum Konzept und der Entstehungsgeschichte:
Zentrale Stichworte fĂŒr den Neuaufbau - heißt: die völlige Verwandlung der EV Sentry III in den jetzigen Lautsprecher - sind 6dB Trennung und Zeitrichtigkeit."


Dir ist aber schon klar, daß es 6 dB akustische Weichen nicht gibt ?
Elektrisch 6 dB und das Treiberverhalten zusammen gibt IMMER eine höhere
Flankensteilheit als 6 dB. Und wenn es das in der realen Welt nicht gibt, kann der Lautsprecher nicht die "segensreichen" Eigenschaften haben, die man 6 dB-Weichen zuschreibt.

"Das wurde dann der BMS 4540ND am StereoLab Hörnchen cf1000Hz. Der macht die flache Trennung klaglos mit. Mit Kugelwellenhörnern wollten wir schon sehr lange mal was bauen. Unter Winkel werden sie nur leiser. Sonst laufen die FrequenzgÀnge exakt parallel."

Die Traktrixe (z.B. das Sterolab 400 Hz Horn) und andere, die ich gemessen habe, haben KEIN CD-Verhalten. Die haben immer eine mit steigender Frequenz zunehmende BĂŒndelung gezeigt.

"Wer aber mal einen Lautsprecher vor die Ohren gekriegt hat, bei dem die Sprungantwort aller Wege exakt ĂŒbereinander liegt, will nie mehr zurĂŒck.
Es ist, als wenn etwas einrastet, da gibt es kein Deuteln."


Frage: vor oder nach Weiche ?
Mich wĂŒrde mal interessieren was man da wie ĂŒbereinanderlegt, da Sprungantworten eines TT's, eines MT's und eines HT's ja "geringfĂŒgig" anders aussehen



"Mich wundert, dass auch bekannte Entwickler diesen Punkt im Aufbau eines Lautsprechers so unterzubewerten scheinen (Aufwand und Kosten?) - aber im Selbstbau-Sektor?"

Vielleich deswegen, weil bei Montage von direktstrahlenden Treibern auf einer Schallwand die Unterschiede vernachlĂ€ssigbar klein werden (gehörmĂ€ĂŸig !), da da ja keine so pathologischen SEO-VersĂ€tze wie bei Hörnern vorkommen ?

"Auch preiswerten Chassis kann man durch zeitrichtigen Aufbau unendlich viel mehr entlocken (eine solche - zeitrichtige - 2-Weg Konstruktion entlockte dem Freund der glĂŒcklichen neuen Besitzerin, der nicht so viel Hörerfahrung mitbrachte, den erstaunten Ausruf: "Boah, klingt ja wie ein riesiger Kopfhörer.")"

Behaupten kann man viel.
Es gibt eine K+H Studiobox (Ich glaube die O 500 oder so), die aktiv volldigital die Umschaltung zwischen Minimalphase (das ist das, was ein ĂŒblich beweichter Lautsprecher hat) und absolut linearer dsp-entzerrter Phase bietet.
Ergebnis: Keine Sau hört einen Unterschied....


"Ach ja, 6 dB Trennung - klingt ehrlicher, dynamischer, "rotziger" sagt ein guter Freund, direkter"

Siehe oben, ansonsten: glaub ich sogar, da mehr IMD, da mehr Klirr, da mehr vertiakele Abstrahlprobleme.

" - steilere Trennungen schönen den Klang, aber man verliert auch entscheidende Informationen fĂŒr den wirklich großartigen Klang."

Könntest du mal erklÀren, welche entscheidenden Informationen man da verliert ?
Vielleich haben wir auch nur unterschiedliche Erwartungen an den Klang eines Lautsprechers.
FĂŒr mich darf ein Lautsprecher eigentlich garkeinen Klang haben, da er ja kein Instrument ist.
Er soll lediglich den TontrÀgerinhalt möglichst unverfÀlscht reproduzieren

"Um diesen Unterschied schÀtzen zu lernen, muss man schon viel mehr Zeit mit seinen Lautsprechern verbringen und damit meine ich nicht in der Garage, im Keller, mit dem Lötkolben oder mit seinem Messequipment ..."

Ja die AnpassungsfÀhigkeit des Gehörs ist immer wieder erstaunlich.
Nicht die Lautsprecher spielen sich ein, sondern die Ohren....

Gruß
Peter Krips

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