Hörner

Re: Thematik Horn

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P.Krips
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Betreff: Re: Thematik Horn (1875) 01.12.2013, 15:02:50
Als Antwort auf: Thematik Horn, geschrieben von Kaspie am 01.12.2013, 10:46:36
Hallo Kay,
Hallo Peter, hallo Horst,

wir sind kurz davor, eine sachliche Diskussion ins Persönliche zu dirigieren.
Die Argumente beider Seiten sind nicht schlecht.

@ Horst,

so wie ich das von Peter lese, findet er Deine Idee gut.

So ist es, nur scheint er das irgendwie zu überlesen.
Die Idee, zwei unterschiedlich lange (und somit auf unterschiedlichen Frequenzen resonierend) Linien so zu kombinieren, daß sich Welligkeiten gegenseitig in bestimmten Frequenzbereichen gegenseitig kompensieren ist ja ganz pfiffig. Durch die parallelschaltung der Treiber linearisiert sich auch der Impedanzverlauf der Gesamtkombination ein wenig, das verbuche ich durchaus auf der Habenseite.

Alleine auf sachlicher Ebene hinterfragt er das Wort und die Definition Horn.

Hier schlage ich mich natürlich auf der Seite von Peter.

Da hapert es dann halt...
Wenn ich zwei Röhren, die jeweils im Bassbereich meilenweit von Hornfunktion entfernt sind, kombiniere, wird auch zusammengenommen leider kein Horn daraus.
Dazu sind bezogen auf die Treiberflächen und absolut die Öffnungsflächen der Röhren deutlichst zu klein.

Eins muß ich noch anmerken:
Die einzige Schalldruckmessung, die ich auf hm's HP fand ist nun nicht besonders aussagekräftig:

http://www.hm-moreart.de/10.htm

Es handelt sich ganz offensichtlich um Nahfeldmessungen der Linienöffnungen.
Leider hat wohl kein (geht mit DLSA ohnehin nicht) Pegelausgleich stattgefunden, denn bei unterschiedlichen Strahlerflächen misst man unterschiedliche Pegel und zwar je kleiner, desto mehr Pegel. Also zeigen die Messungen nicht, was die Öffnungen tatsächlich in den Raum relativ zueinander abstrahlen.
Seine Schlussfolgerung, daß die lange Linie die kurze "kontrolliere", stimmt somit auch nicht, außerdem ist der Schalldruckverlauf unterhalb der Linienwirkung weitestgehend nur noch durch die TSP bedingt, was Hub und Pegel bedingt.
Weiterhin geht unter, daß es sich ja um BL-TML's handelt, der Einfluss der Schallabstrahlung der Membranvorderseiten nicht mit erfasst ist.
Und da kann man bei Simus und Nachmessungen (allerdings möglichst reflexionsfrei) meist feststellen, daß unterhalb der Linienwirkung mehr oder weniger Auslöschung passiert.
Mit anderen Worten: die gezeigten Messungen haben keinerlei Relevanz für das Verhalten im Raum.

Anderswo schon gezeigte Messungen mit Raumeinfluss sind nun auch nicht sooo überzeugend, Tiefgang bis 30-35 Hz herunter bekommt man auch mit einer schnöden geschlossenen Box, selbst mit fc zwischen 60-80 Hz und Qtc zwischen 0,5 und 0,7
auch im passenden Raum bei passender Aufstellung sehr linear hin.

Nochmals: Offensichtlich funktionieren seine Konstruktionen, als was, lassen wir mal offen, nur nicht nach Hornfunktion, das ist eindeutig.

Gruß
Peter Krips

P.S. Hier:
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=104&thread=25197&back=16&sort=lpost&z=1

kann Horst mal nachlesen, was Hörner ausmacht.
Leider spammt da ein Pfosten den Thread etwas zu.....


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