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Re: Wandmaterial für Cobra

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Betreff: Re: Wandmaterial für Cobra (153) 10.08.2017, 23:29:25
Als Antwort auf: Re: Wandmaterial für Cobra, geschrieben von plüschisator am 08.08.2017, 03:42:05
jupp...
B.T. ist was das Thema angeht sozusagen die fast "wissenschaftliche" Quelle.
Er hat in der Hobby Hifi umfangreiche Messungen verschiedener Materialien auf Dämmung und Dämpfung gemacht. Er hat belegt dass im Bass das verschmieren durch viele Reflektionen (rechteckeig gebaut!) besser klingt als die reine Lehre.
Auch er ist aber zu dem Punkt gekommen dass "todgedämpft" nicht wirklich gut klingt.

Wie plüschisator (Stanislav Lem??) und andere feststellen sind Vibrationen die Quelle von Klang und Lebendigkeit. Ob ein Vibrieren des Hornmundes bei einem Basshorn das Dröhnen von mehreren Metern langen Basswellen verstärken kann...? Physikalisch körperlich eher nicht.
Unter 200Hz messe ich den Raum und seine Anregung durch den LSP. Da braucht es schon sehr große vibrierende Flächen um teilzunehmen. Die würden dann womöglich eher als Bassfallen wirken wie in einem Konzertsaal.
Sich bewegende Masse vernichtet meist Schall.
Das Lino z.B. wird den Schalldurchgang durch die LSP-Wand zusätzlich in einem breiteren Spektrum als die Platte alleine dämpfen.
Grosse Masse dämpft tiefere Töne, speichert aber Energie und kann im (steifen) schlechtesten Fall den LSP Korb wieder zum schwingen anregen.
Masse und Dämpfung a la Schiefer wandelt viele Frequenzen einfach in Wärme, entzieht aber der Reproduktion etwas Dynamik.
Spannend ist etwas wie Balsa. es speichert wegen der fehlenden Masse kaum Energie dämpft aber hohe Töne und kann eine hohe Steifigkeit erreichen.
Kombinationen aus verschiedenen Materialien können Dämpfung und Dämmung vereinen.
Ich vermute die Simu von so etwas steckt noch in den Kinderschuhen.
Die "Alten" haben das mit Erfahrung (try an d error) gemacht.
Wer das Schmackeshorn wegen des Baumaterials als dröhnend einstuft müsste erst mal den Nachweis führen was da dröhnt.
Ich habe Basshornprototypen aus 12 mm Weichfaser gebaut die im TT Bereich keinen Unterschied zum MDF Endprodukt hatten aber viel "weicher" (Mitten) klangen weil weniger Resonanzen rauskamen. Besser? Nö, anders! Besser fand ich Kiefernsperrholz!

Ihr kennt sicher die kleinen Spieluhren die mit Walze und Metallkamm einfache Melodien spielen. Vor Jahren hat meine Freundin diese Spielwerke in unterschiedliche Gehäuse gebaut.
Die Form erwies sich als Bassrelevant wegen der Grösse. Das Material war sehr klangrelevant!
Ahorn war brilliant und laut, Walnuss rund und leise. Multiplex aus Birke laut und angenehm, aus Buche eher unangenehm.

...probieren oder sichere Kombinationen wählen...

Liebe Grüsse

Arndt

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