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Johannes Brahms - Sein erstes Streichquartett

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AH.
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Betreff: Johannes Brahms - Sein erstes Streichquartett (38) 15.07.2017, 11:24:51
Als Antwort auf: Boris Tschaikowsky - Streichquartette, geschrieben von AH. am 15.07.2017, 10:42:28
Hallo,

früher Brahms ist oft sehr ausdrucksvoll, wie auch seine Klaviersonaten Nr. 2 und Nr. 3 gespielt von Hélène Grimaud (Denon) oder Matthias Kirschnereit (Amati).

Hören Sie sein erstes Streichquartett mit dem Alban Berg Quartett in sehr romantischer Spielweise.

Schönberg schreibt in Anbetracht über die "entwickelnde Variation" über "Brahms - den Fortschrittlichen". Dies ist eine Position, die ich nicht teile. Variationen zu Sonatensätzen zu ordnen ist nicht sehr fortschrittlich wie ich meine. Es erinnert an Eduard Hanslick, der Musik als "tönend bewegte Form" beschrieb. Musik besteht erstrangig aus Harmonik, Melodik, Rhythmik und Kontrapunktik. Hierdurch werden die Affekte (Emotionen) vermittelt, die dem Hörer den Inhalt unmittelbar mitteilen. Die Form (Chaconne, Passacaglia, Sonatenhauptsatzform, Rondo,...) ist der am wenigsten inhaltsvermittelnde Bestandteil.

Ă„lter werdender Brahms wird weniger und weniger fortschrittlich - hatte aber kommerziellen Erfolg. Schubert, Bruckner, Mahler und Schostakowitsch wurden im Alter immer avantgardistischer, fortschrittlicher, moderner.

Das erste Streichquartett klingt noch nach jungem Brahms - nach dem wirklich fortschrittlichen Brahms. Man versteht in Anbetracht der hier genannten Werke die Ansicht Robert Schumanns in seinem Artikel "neue Bahnen".

liebe GrĂĽĂźe

Andreas

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