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Zum Dissonanzengebrauch in Bruckners 9. Sinfonie und Tonaufnahmen mit Finale!

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AH.
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Betreff: Zum Dissonanzengebrauch in Bruckners 9. Sinfonie und Tonaufnahmen mit Finale! (19) 09.08.2017, 20:01:56
Als Antwort auf: Re: Die Sinfonie im Laufe der Geschichte - fr├╝her Bruckner, geschrieben von AH. am 09.08.2017, 18:57:39
Liebe Leserinnen und Leser,

beim H├Âren von Bruckners neunter Sinfonie fiel mir im Adagio zu Beginn des Hauptthemas dessen None auf, die befremdlich klingt. Ich f├╝hrte dies darauf zur├╝ck, da├č dieses Intervall auch ein Symbol f├╝r die Zahl neun darstellt.
Weiter stellten andere in der neunten Sinfonie Sekundreibungen fest, nun ist die None nichts weiter, als Oktave + Sekunde. Der dissonante Charakter der Sinfonie ist also auch ein Hinweis auf die Zahl neun.
Eine besonders polyphone Darstellung gelang dem Bruckner-Orchester Linz unter Kurt Eichhorn, auch mit dem inzwischen von Cohrs, Samale, Phillips und Mazzuca rekonstruierten Finales:

https://www.amazon.de/S%C3%A4mtliche-Sinfonien-0-9-Ga-Eichhorn/dp/B000A7XJVU/ref=sr_1_4_twi_aud_1?s=music&ie=UTF8&qid=1502301323&sr=1-4&keywords=Bruckner+eichhorn

Das Klangbild ist au├čerordentlich gut (sehr nat├╝rlich bei hoher Durchh├Ârbarkeit der Partitur), jedoch sind die Violinen im Generaltutti manchmal nicht h├Ârbar.

Wer den Preis scheut, dem empfehle ich als Alternative eine Tonaufnahme mit Johannes Wildner, die auch das rekonstruierte Finale enth├Ąlt. Laut Benjamin Gunnar Cohrs kann man Bruckner aufgrund seiner Schreibweise relativ gut rekonstruieren. H├Âren Sie die Sinfonie mit Finale:

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Anton-Bruckner-1824-1896-Symphonie-Nr-9/hnum/9243149

Mehr Tonaufnahmen der neunten Sinfonie von Anton Bruckner mit Finale empfinde ich als ├Ąu├čerst w├╝nschenswert.

liebe Gr├╝├če

Andreas

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