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Metallmembranen im Mitteltonbereich? - Subharmonische Resonanzen oder Kolbenstrahler?

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AH.
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Betreff: Metallmembranen im Mitteltonbereich? - Subharmonische Resonanzen oder Kolbenstrahler? (3081) 06.09.2014, 17:01:56
Als Antwort auf: Re: Nach 13 Jahren noch immer zufrieden mit dem Erstling, geschrieben von CL am 21.08.2014, 17:46:21
Hallo Chris,

wie ich sehe, hast Du Metallmembranen im Mitteltonbereich eingesetzt. Bei meinen Hörtests schnitt der Hochtöner mit Metallmembrane im Gegensatz zur Gewebekalotte schlecht ab. Das Glockenspiel von der SQAM-CD klang zu nah und unsauber, wÀhrend die Gewebekalotte Peerless KO 10 sehr gut reproduzierte.

Eine Frage: Wie kann es sein, daß Metallmembranen oberhalb ka = 1 (Durchmesser = SchallwellenlĂ€nge) eingesetzt werden können? Der Freifeld-Frequenzgang eines idealen Kolbenstrahlers fĂ€llt oberhalb ka = 1 im Freifeld mit 6 dB/8ve, im Diffusfeld mit 12 dB/8ve, soweit ich die LehrbĂŒcher richtig in Erinnerung habe.

Die Metallmembrane kann also nicht kolbenförmig schwingen. Aufgrund der hohen Schallgeschwindigkeit in Metall könnten es subharmonische Resonanzen sein (z.B. Lambda/4, Lambda/8 usw.), die den Metall-Konus oder die Metall-Kalotte oberhalb ka = 1 einen linearen Freifeld-Frequenzgang annehmen lassen.

Nun habe ich gehört, daß subharmonische Resonanzen bei Hartmembranchassis fĂŒr Peaks im Freifeld-Frequenzgang auch unterhalb ka = 1 sorgen, die sich nur in einer hoch aufgelösten Sinus-Messung nachweisen lassen. Diese Peaks im Freifeld-Frequenzgang sind nach meiner EinschĂ€tzung gefĂ€hrlich fĂŒr das Gehör, da einzelne Frequenzen sehr laut wiedergegeben werden. Ähnliches findet man bei Elektrostaten oder DML bzw. NXT-Lautsprechern, die ĂŒber schmalbandige Maxima und Minima im Amplitudenfrequenzgang verfĂŒgen. Hast Du eine fein aufgelöste Sinusmessung mit den Metallchassis gemacht oder Dir einmal einen sehr langsamen Sinus-Sweep mit einem Sinus-Generator angehört, ob dessen Pegel hörbar schankt? Wenn etwas wahres daran ist, daß Metallmembranen oder Hartmembranen genrell auch im Nutzbereich nur in einer völlig ungeglĂ€tteten Sinus-Messung erkennbare Resonanz-Peaks aufweisen, wĂŒrde ich davon abraten sie einzusetzen, da sie das Gehör gefĂ€hrden.

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas

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