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Re: Nach 13 Jahren noch immer zufrieden mit dem Erstling

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AH
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Betreff: Re: Nach 13 Jahren noch immer zufrieden mit dem Erstling (4029) 03.12.2014, 13:19:46
Als Antwort auf: Nach 13 Jahren noch immer zufrieden mit dem Erstling, geschrieben von AH. am 15.08.2014, 17:32:20
Hallo,

nach meinen Erstlingen habe ich noch ein voll aktives Dreiwegesystem fĂŒr die Wandmontage aufgebaut. Die Abmessungen betragen 700 x 700 x 130 mm. Der Tieftöner ist ein 25 cm Tieftöner von Podszus-Görlich in 30 Liter Volumen. Der Mitteltöner ist ein 130 mm Podszus-Görlich mit Gewebesicke und der Hochtöner ein Peerless KO 10. Gerne hĂ€tte ich eine 76 mm - Gewebekalotte eingebaut, aber weder die SEAS H304 noch die Dynaudio D 76 AF gehen, weil ihr angebautes Volumen zu tief baut, somit sind sie nicht fĂŒr Flachboxen geeignet.
Das System wird mit einem Hypex active 3 betrieben, die FrequenzĂŒbergĂ€nge sind 250 Hz und 2 kHz (24dB/8ve). Das System kommt gut ohne Systementzerrung aus, nur der Mitteltöner hat eine leichte breitbandige Überhöhung im Freifeld-Frequenzgang, jedoch richtet er in diesem Frequenzbereich schon, so daß ein hörmĂ€ĂŸig ausgewogener Klangeindruck entsteht.
Der Mitteltöner wurde weiter weg vom Tieftöner gerĂŒckt, da die WellenlĂ€nge bei 250Hz dies zulĂ€ĂŸt und der Mitteltöner so eine glatte Schallwand ohne "Tieftöner-Konus-Loch" um sich herum besitzt. Bei meinem ersten System ist das vertikale Abstrahlverhalten der Dynaudio D76 AF Mitteltonkalotte dadurch eingeschrĂ€nkt, daß sie so nah wie möglich am Tieftöner montiert ist, was bei einem FrequenzĂŒbergang von 550Hz jedoch nötig ist.
Mitteltöner und Hochtöner sind nebeneinander montiert, was zwei Vorteile bietet:
1. Die Phantomschallquellenbildung ist besser, da der Hochtöner nicht ĂŒber dem Mitteltöner lokalisiert wird (durch die HRTF)
2. Die konstruktive Interferenz (es wird mit 24dB/8ve Standardfiltern getrennt) kippt ca. 20 ° nach innen, da das akustische Zentrum des Mitteltöners weiter hinten liegt, als das des Hochtöners. Bei Wandmontage ist dies vorteilhaft, da sie in Richtung des Hörers kippt.

Zur Tiefton-Entzerrung verwende ich einen alten Yamaha VorverstÀrker, z.B. C60, C65, C4 o.À., die eine parametrische Tieftonentzerrung (Kuhschwanzfilter mit variabler Eckfrequenz) bieten.

Der Höreindruck ist sehr gut, das System ist mit Klassik Ă€ußerst pegelfest, der Klang ist sehr unverfĂ€rbt und transparent. Allerdings ist der Mitteltonbereich nicht so sauber wie mit den 76 mm Gewebekalotten.

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas

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