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Re: Noch ein Halbraumstrahler: Das maximierte Dreiwegesystem

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P.Krips
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Betreff: Re: Noch ein Halbraumstrahler: Das maximierte Dreiwegesystem (1176) 28.04.2015, 15:47:44
Als Antwort auf: Re: Noch ein Halbraumstrahler: Das maximierte Dreiwegesystem, geschrieben von AH. am 28.04.2015, 12:17:05
Hallo Andreas,
mit weniger als einem Dreiwegesystem ist man auf Dauer nicht zufrieden

Zustimmung

An anderer Stelle habe ich schon geschrieben, daß Konuslautsprecher in meinen Ohren oberhalb ka = 1 aufgrund interauraler Pegel- und Laufzeitdifferenzen räumlich ausgedehnt und phasig klingen.

F√ľr Kalottenlautsprecher gilt dies ab "Durchmesser = halbe Wellenl√§nge".

Dazu muss aber angemerkt werden, das dieses Phaenomen nur von dir geh√∂rt wird, ich kenne sonst keinerlei Berichte √ľber so ein Verhalten, geschweige denn h√∂re ich entsprechendes.

Außerdem sind 76 mm Kalotten elektrisch etwa dreimal so belastbar, wie 130 mm Konuslautsprecher mit 25 mm Schwingspule aufgrund der größeren Austauschfläche der 76 mm Schwingspule (-> Wärmetauscher)

Zustimmung

Und man kann sie perfekt bis 2,2 kHz, mit leichten Einschränkungen auch bis 2,5 kHz einsetzen.
Sie hat ein kleines wirksames Horn, das man dranlassen kann, dann ist der Kennschalldruckpegel mit 94 dB/SPL @ 1m pro Watt höher, oder abbauen kann, dann ist der Diffusfeldfrequenzgang besser.

Keine Zustimmung.
Wenn wir mal unterstellen, dass die ATC wirklich bis 2200 Hz "kann", dann eben NUR wegen des Horns, der Schallf√ľhrung.
Abbau des Horns wird im Gegenteil das Diffusfeldverhalten verschlechtern, insbesondere "steht" dann der Abfall im Diffusfeldfrequenzgang ab der B√ľndelungsfrequenz 1440 Hz.
Abbau des Horns wäre also eine denkbar schlechte Empfehlung / Idee.

Hier geht es zur ATC-Kalotte, sie ist ihre 590 ‚ā¨ St√ľckpreis wert:

Ich mochte schon darauf hinweisen, dass es auch andere gute 76er Kalotten auf dem Markt gibt.

Ein 12 " Tieft√∂ner hat ka = 1 bei ungef√§hr 400 Hz. F√ľr mein ausgereiztes Dreiwegesystem nehme ich also einen 30er. Ich w√ľrde es mit dem 12" Eton versuchen:

Auch da der Hinweis, dass es eine Menge anderer 300er Treiber gibt, die man verwenden könnte.

Man w√§hlt eine Einbaug√ľte von 0,5 oder darunter, damit das "Nullagenfindungs-Dr√∂hnen" minimiert wird.

Könntest du mal den Zusammenhang zwischen Nulllagenfindungsproblematik und Einbau - Qtc erklären ?

Ruhig kräftig bedämpfen mit Altkleidern oder Altkleider-Stahlwolle-Mischungen (letzteres vergrößert das akustisch wirksame Volumen stärker)

Warum wieder dein exotischer Bedämpfungsvorschlag mit Lumpen und Stahlwolle ?
Auch da wieder mein Hinweis auf bewäherte Materialien wie Steinwolle oder Mineralwolle. Auch die vergrößern das akustisch wirksame Volumen deutlich.

Wenn man die ATC-Kalotte auf 2,5 kHz √ľberzieht, er√∂ffent sich die M√∂glichkeit, eine 19 mm Kalotte einzusetzen

Wenn man bereit ist, die sich dann ergebenden Probleme im Energieverlauf/Diffusfeldfrequenzgang in Kauf zu nehmen, kann man das machen.
Solange du keine Messungen beibringen kannst, die den ungest√∂rten Energiefrequenzgang der Kalotte bis zu der von dir empfohlenen Trennfrequenz von 2200 bis 2500 Hz zweifelsfrei belegen, halte ich beide Trennfrequenzempfehlungen f√ľr falsch.
Um es klar und deutlich zu sagen: Es werden dann Messungen der unbeweichten Solokalotte ohne andere Treiber benötigt.
Du hast doch bei deiner Box auch so eine Kalottengröße im Einsatz.
Dann mach die entsprechenden reflexionsfreien Messungen doch mal. 0-90 Grad reicht, in Winkelabständen von 10 oder besser 5 Grad.



bei näherungsweise quadratischen Schallwänden (leicht rechteckig geht auch).

Dir ist aber schon bekannt, das quadratische Schallwände so ziemlich das Schlimmste ist, was man als Schallwandproportion nehmen kann ?

Tieftöner - Mitteltöner - Hochtöner, als "quer", d.h. nebeneinander aufgebaut.


Wenn du das ernsthaft vorschlägst, kann man dich als Lautsprecherentwickler wirklich nicht mehr Ernst nehmen.

Zusätzlich noch der Hinweis, dass man das auch passiv realisieren kann, wenn man Passivweichentechnik "kann"

Und: Optimal ist dein Vorschlag insgesamt nicht, er beinhaltet noch einige Schwachstellen, die ich bei einem solchen System vermeiden w√ľrde.

Gruß
Peter Krips

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