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Re: Die VorzĂŒge des URPS

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P.Krips
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Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (1096) 02.05.2015, 17:11:48
Als Antwort auf: Re: Die VorzĂŒge des URPS, geschrieben von AH. am 02.05.2015, 13:41:26
Hallo,
*Seufz*
Dr. Finn Hoffmann

Das erste mal, dass ich Dr. im Zusammenhang mit Finn höre. Hat das eine irgendwie geartete Relevanz zum Thema hier ?

Bewegt sich der Tieftonlautsprecher sichtbar, sind es fast immer solche Nullagenfindungsprobleme

NatĂŒrlich sieht man auch den Membranhub eines z.B. Basses, wenn er ordentlich Pegel macht, und zwar unabhĂ€ngig von einer noch dazukommender Nulllagenfindungsproblematik.

Oft werden Tiefton-Lautsprecher bei der Wiedergabe dieses Testsingals aus dem Lautsprecher heraus bewegt oder hinein. Manche sind auch gut und man sieht keine Bewegung bei der Wiedergabe, wie mein Görlich 245 37/8S oder der 12" PHL im K+H O 500 C.

Gibt es dafĂŒr irgendwelche messtechnischen Belege, wie z.B. von Klippel ?

2. Nullagenfindungs-Dröhnen: Wenn der Lautsprecher aus der Nullage ausgelenkt wird, fĂ€llt er nach Beendigung der Anregung wieder zurĂŒck. Das tut er mit seiner gesamten Übertragungsfunktion, also auch mit seiner Einbauresonanz. Bei Baßreflexboxen wird auch der Helmholtzresonator angeregt, was zum unangenehmen "Eintonbaß" fĂŒhrt.

Schwingt ein Treiber nicht IMMER nach seiner Übertragungsfunktion aus, und zwar unabhĂ€ngig davon, ob es noch zusĂ€tzlich einen Lagenoffset der Schwingspule gibt ?

1. Einen hochwertigen Lautsprecher mit stabilem Antrieb. Hier sind zu nennen der 12" PHL aus dem Klein + Hummel O500 C und der Görlich 245 37/8S, den ich geschlossen und aktiv betreibe

Kannst du mal einen irgendwie gearteten technischen Beleg fĂŒr diese Aussagen zu den genannten Treibern vorlegen. Durch welche Konstuktionsdetails wird da angeblich die Problematik verhindert ?

Aber: Auch mein Görlich "zittert" ein klein wenig bei Musikwiedergabe!

Unvermeidlich, wenn er fĂŒr Pegel Hub machen muss.

2. URPS. Hier liegt die Einbauresonanz oberhalb des Übertragungsbereiches. Er hat viel weniger Nullagenfindungsprobleme

Soweit die Behauptung...
Gibt es dafĂŒr eindeutige messtechnische Belege ?


3. MRPL ("mittendrin Resonanz Prinzip Lautsprecher") mit einer EinbaugĂŒte von kleiner oder gleich 0,5. Die Eigenresonanz bei diesem geschlossenen und aktiv betriebenen Tieftöner liegt mitten im Übertragungsbereich. Zumindest das Nullagenfindungs-Dröhnen wird durch die EinbaugĂŒte von 0,5 oder darunter wenig hörbar. NatĂŒrlich muß dieses System entzerrt werden. Bekannte Beispiele sind Klein + Hummel O98, spĂ€ter O 198 und O300 D oder ME Geithain RL 901. Er ist eher dröhngefĂ€hrdet, als der URPS, aber recht billig. Die Einbauresonanz liegt recht hoch, so daß die zweifache Resonanz auch recht hoch liegt. Die Amplituden des Lautsprechers bei der zweifachen Resonanz sind schon recht gering (Die Amplitude fĂ€llt sehr stark mit steigender Frequenz bei gleichem Pegel), daher gibt es geringere Nullagenfindungsprobleme.

Bei tief resonierend abgestimmten Lautsprechern (Baßreflex oder geschlossen auf 0,707 abgestimmt am unteren Ende des Übertragungsbereiches) fallen Nullagenfindungsprobleme und das daraus resultierende Dröhnen und Klirren viel stĂ€rker ins Gewicht.

Auch zu diesen Aussagen der angeblichen AbhÀngigkeit der Nullfindungsproblematik vom Einbau-Q erwarte ich ausser deiner Behauptung mal handfeste (mess-)technische Belege.

Möglichst nicht mehr als ca. 5 mm SchwingspulenĂŒberhang (sonst thermische Dynamikkompression oder Verbrennen bei Belastung). Langhuber sind nicht geeignet!

Diese Behauptung hat man dir bereits in anderen Foren widerlegt und in den Bereich der MĂ€rchen verwiesen.
Wieso stellst du die Behauptung dann hier erneut auf ?

Aluminium-SchwingspulentrĂ€ger fĂŒr hohe thermische Belastbarkeit (WĂ€rmeabfuhr)
Starker Antrieb (geringe GĂŒte)
Sehr weiche AufhÀngung
Stabile Membrane
Leichte Membrane

Das ist dein Anforderungskatalog, man kann aber passenden Qtc und fc auch mit anderen Treiberparametern erreichen.

Der Görlich 245 37/8S geht ganz ausgezeichnet. Sehr weicher, nicht resonierdender Tieftonbereich mit gut hörbaren 16 Hz (Subkontra-c) bei Orgelmusik:

Ist dir entfallen, dass man dir an anderer Stelle schon nachgewiesen hat, dass der Treiber bei 16 Hz nicht genĂŒgend Verschiebevolumen aufbringen kann um die Hörschwelle zu ĂŒberschreiten ?
Schon mal was von Residuumhören gehört ?

Gruß
Peter Krips

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