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Re: Elektrostat (Polarisations-Schallwandler) mit leitfÀhiger Folie?

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Kaspie
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Betreff: Re: Elektrostat (Polarisations-Schallwandler) mit leitfĂ€higer Folie? (110) 28.07.2017, 18:23:01
Als Antwort auf: Re: Elektrostat (Polarisations-Schallwandler) mit leitfÀhiger Folie?, geschrieben von P.Krips am 28.07.2017, 14:28:06
Hallo Peter,
ich habe eine statischen Eintakt Hochtöner, den ich aus Andreas (4343b) Hinterlassenschaft geerbt habe , auseinander genommen.
Was hat Calvin geschrieben: Ist so einfach wie ein Butterbrot oder so Àhnlich?
Dieser wurde mal auf die Schnelle zerlegt




Dabei fÀllt mir folgendes auf.
Die Folie ist einseitig leitend, hinten bedÀmpft und geschlossen.
D.h., zur Anode hin ist sie Isoliert

Bei Radiomuseum-Boket habe ich einen anderen statischen HT gefunden.
Dieser ist mit der Isoliermatte versehen.
2.1.1 Elektrostatischer Lautsprecher

Elektrostatische Lautsprecher wurden in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als „Formant anhebende Hochtonlautsprecher“ eingesetzt. Das Prinzip beruht auf einem Kondensator, dessen flache „Membran“ bei Wechselspannung aufgrund elektrostatischer KrĂ€fte in Schwingung versetzt wird. Der Wirkungsgrad derartiger Systeme ist extrem niedrig. Sie benötigen hohe Gleich- und Wechselspannungen und werden deshalb direkt an der/den Anode(n) der Endröhre(n) ĂŒber RC-Hochpaßfilter angeschlossen.

Die Membran des Elektrostaten ist eine zweiseitig isolierte, hauchdĂŒnne (versilberte) Metallfolie (z.B. Hart-Messing), das „Diaphragma“, das zwischen starren, gitterförmigen Elektroden, Statoren, gelagert (gespannt) ist.

Den Statoren wird das NF-Signal zugefĂŒhrt, wĂ€hrend das Diaphragma an einer hohen Gleichspannung angeschlossen ist (bis zu 5000 Volt). Der Aufbau Ă€hnelt somit dem eines Kondensators.

Durch die hohe Wechselspannung an den Statoren entsteht ein „elektrostatischer Verschiebungsstrom“ und damit eine (elektrostatische) Kraft, die auf das Diaphragma einwirkt und es zum Schwingen im Rhythmus der niederfrequenten Spannung zwingt.

Der Innenwiderstand des Elektrostaten ist kapazitiv, was z.B. bei Halbleiterendstufen zu Problemen (Selbsterregung) fĂŒhren kann, Röhrenendstufen haben damit keine Probleme.

........

LG
Kay

Nachtrag:
Es liegen an diesen statischen Hochtöner unter 300V Anodenspannung an. Da dĂŒrften normalerweise keine ÜberschlĂ€ge vorkommen.
Das DĂ€mmmaterial zentriert hier die Membran.



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