Selbstbau

Re: ESEL im Selbstbau

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Calvin
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Betreff: Re: ESEL im Selbstbau (342) 13.08.2017, 19:23:40
Als Antwort auf: Re: ESEL im Selbstbau, geschrieben von Klumbo am 13.08.2017, 15:45:22
Hi,

der Inhalt des ins Off entschwundenen Beitrages in K√ľrze ...
Kapazität eines Kondensators, resp. ESL:
C = 8,854x10exp-12 x A/d [F], mit A: Stator-/Membranfläche in m2 und d: Statorenabstand in m.
Gibt f√ľr das 750mm x 94mm gro√üe Panel mit 2mm Abstand ca. 310pF.
Durch die Segmentierung mit hochohmigen Widerständen 'sieht' der Übertrager zu hohen Frequenzen hin in erster Näherung nur den schmalen mittleren Streifen, der ~20mm breit ist und demnach etwa 60-70pF aufweist.
Den Übertragerfaktor kann man nun ermitteln, indem die Impedanz bei z.B. 10kHz errechnet wird und die primärseitige Impedanz festgelegt wird.
Nach der Formel Z = 1/(2pi x F x C) errechnet sich die Impedanz zu ~220kOhm.
Legen wir nun Zprim zu 4Ohm fest, dann ergibt sich der √úbertragerfaktor √ľ aus der Wurzel des Quotienten der Impedanzen ... √ľ = SQR(220k/4) ~ 1:235
Ein 230V/6V Trafo hat ein √ľ von theoretisch 38:1 .... rechnet man mit dem tats√§chlichen Wirkungsgrad kommt man auf etwa 34:1 bis 35:1
Schaltet man nun von sechs Trafos die 6V-Wicklungen -die unsere neue Prim√§rseite darstellen- parallel und die 230V-Wicklungen in Serie, dann ergibt sich ein √ľ von 1:220.
Wir können also Standard EI oder Ringkern Trafos mit 230V/6V oder 230V/2x6V verwenden.
Leistungsm√§√üig w√ľrde ein einzelner 10VA Trafo zur Ansteuerung ausreichen.
Bei Ansteuerung mit mindestens 500Hz kann der Trafo mit viel höherer Leistung als bei 50Hz beaufschlagt werden.
Durch das 6er-Pack haben wir Reserven bis mehrere hundert VA.
Die Trafos sind prim/sek mit 4-5kV eff. spezifiziert, also √ľber 11kV Spitze-Spitze an √úberschlagsfestigkeit.
Bei Reichelt gibt es EI Typen von Gerth und Block f√ľr etwas √ľber 5‚ā¨
Unser √úbertrager kostet also etwas √ľber 30‚ā¨ und ist viel h√∂her belastbar und viel √úberschlag-sicherer als ein teurer ESL-Spezialtrafo .... nicht zu vergessen, das im second life 6V Trafos immer mal gebraucht werden k√∂nnen.
Der Mittelabgriff des Sixpacks legen wir auf gnd und schließen dort auch das HV-Polarisationsnetzteil an.
Dessen HV-Ausgang geht dann auf den Membrankontakt.
Die beiden äußeren freien Trafoenden gehen auf die Statorkontakte des mittleren Streifens.
√úber hochohmige Widerst√§nde f√ľhrt der Mittelstreifen auf die n√§chsten f√ľnf Dr√§hte zur rechten und linken.
Die Widerstände bilden mit der Streifenkapazität ein Tefpassfilter.
Auf diese Weise nimmt die Breite der aktiven Membanfläche mit steigender Frequenz ab.
Das verbreitert die horizontale Abstrahlung, sodaß der sweet spot nicht gar soo eng ausfällt.
Ausserdem verläuft die Primärseitige Impedanz flacher und erleichtert dem Verstärker die Arbeit.
Da die Widerstände aus Sicht der Kapazität aus der 'Spannungsquelle' Übertrager eher eine Stromquelle machen -was nebenbei Vorteile im Amplitudenverhalten des Panels ergibt- legen wir die Werte erst später fest ... es muss ein Kompromiss gefunden werden, der letztlich eine gute Effizienz und akzeptables Amplituden- und Rundstrahlverhalten ergibt.
Soweit so gut

jauu
Calvin



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