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Re: Was st├Ârt dich denn an diesem Fakt?

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Joschi
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Betreff: Re: Was st├Ârt dich denn an diesem Fakt? (122) 21.12.2019, 12:00:49
Als Antwort auf: Was st├Ârt dich denn an diesem Fakt?, geschrieben von Franz G am 20.12.2019, 20:08:02
Lieber Franz,

das Wichtigste vorneweg: wir sind ja einig. Auch wird der Tausch der Panels die L├Âsung sein.

Weswegen ich mich wunderte: bei einem derart hochohmigem Gebilde gibt es die Gefahr der Leckstr├Âme, und Du bist ja auch da v├Âllig korrekt unterwegs (sofern ich das beurteilen kann, ich habe mit diesen Lautsprechern gar keine Erfahrung).
Die Leckstr├Âme k├Ânnen an beiden Seiten auftreten: dem Stator und an der Membran, im Zweifelsfall auch gegeneinander.
Wie Du schreibst, gehen die Lautsprecher im Neu- (Wert-) Zustand nach einigen Minuten in Soll-Lautst├Ąrke. Leckt die Statorspannung weg, so dauert es l├Ąnger, bis Br├╝cken durch Staub oder Feuchtigkeit beseitigt sind. Das w├╝rde man am Stromverbrauch der Netztrafos (insgesamt wie Du sagst gering) messen k├Ânnen und am konstanten Aufleuchten der Glimmlampen sehen k├Ânnen. Auch k├Ânnte man die Spannungen messen, ich k├Ânnte es in diesem Bereich aber derzeit nicht mit der geforderten Hochohmigkeit.

Der zweite Bereich, in dem ebenfalls hohe Spannung anliegt und Leckstr├Âme auftreten k├Ânnen, sind die Membranen- auch hier wei├čt Du besser Bescheid. Das ganze ist auch hier sehr hochohmig und die Abstimmung der Panels ist auch ├╝ber etliche 100 kOhm zueinander gemacht, so dass man insgesamt um 1 MOhm herum und dar├╝ber arbeitet. Ein "Verschaffen" der Leckstr├Âme (Feuchtigkeit in Kriechstrecken verdampfen o.├Ą.) w├Ąre hier modulationsabh├Ąngig, d.h. bei h├Ąufigem, lauteren H├Âren m├╝ssten die Lautsprecher schneller einsatzf├Ąhig sein. Merkw├╝rdig finde ich den Widerstand von den Hochtonfolien zur Masse (270 kOhm), der den Hochton etwas einseitig verzieht- er wird aber nicht ohne Grund da sein, wer bin ich, dass ich das infrage stelle. Die davor liegenden 2 x 560 pF k├Ânnten nicht nur Wechselspannung durchlassen, bei alten Radios schaut man da hin, auch da arbeitet man auch hochohmig bei gehobenen Spannungen. Leckt z.B. ein solcher Kondensator, schlie├čt er einen Teil der Modulation ├╝ber 270 kOhm kurz. In Anbetracht dessen, dass die Basspanels ├╝ber Serienwiderst├Ąnde von insgesamt 1 MOhm angesteuert werden (die Impedanz des ├ťbertragers noch nicht ber├╝cksichtigt), ist das evtl. relevant.

Das war die Diskrepanz, an der ich mich abarbeitete. Die Statorspannung ├╝ber die Ladungspumpe sollte innerhalb einer Minute anliegen- ich hatte weniger ├╝berschlagen, wei├č aber nicht, wie impedant die Sekund├Ąrwicklung der Hochspannungsseite ist- man k├Ânnte auch die Kapazit├Ąt der Panels errechnen und ├╝berschlagen, wie lange es daurt, bis alle Ladung anliegt.
Ich hatte es so verstanden, dass die Netzteile arbeiten, die Glimmlampen nicht dauerhaft, sondern nur sporadisch bei Musikgenuss blitzen. Daher schien mir die Statorseite nicht so leckstrombehaftet zu sein. Deshalb verstand ich die zwei Stunden nicht.

Der Tausch der Panels wird die Ma├čnahme sein.

Falls Du trotz allem noch die Nerven und ein Bild findest, w├Ąre ich f├╝r ein solches vom ├ťbertrager (mit Widerst├Ąnden und Kondensatoren w├Ąre toll) dankbar.

Herzliche Gr├╝├če
Joschi

PS: Habe mich nur mit den Ladungsseiten besch├Ąftigt. Stator meint die Netzspannung. Membran meint das, was aus dem Audio-├ťbertrager gespeist wird. Mechanisch ist es genau anders herum.

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