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Hornversuche

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Franz G
210 Beiträge
Betreff: Hornversuche (3638 )02.09.2004, 18:39:27
Ich kann es einfach nicht lassen und habe mal grob mit zwei "Hörnchen", selbst tiefgezogen, experimentiert.

Sie hauchen tatsÀchlich den etwas lahmen Vifas mehr "Leben" ein.

Da ich unterdessen auch beim VerstÀrkerbau zuerst messe und dann erst vergleiche, muss ich jetzt dringend mal zu meinem akustischen Messequipment schauen...

Hier die Hartschaumvariante:





Franz G
210 Beiträge
Betreff: Re: Hornversuche, Acrylvariante (2108 )02.09.2004, 18:40:26
... und hier die transparente Variante:



BN
13 Beiträge
Betreff: Re: Hornversuche, Acrylvariante (1994 )02.09.2004, 23:56:11
Hey,

die Hartschaum-Variante sieht richtig gut aus. Die transparente Variante scheint nicht ganz blasenfrei zu sein. Aber das ist ja nicht so ganz einfach: Bei X Grad wird das Zeug weich und bei X+1 Grad gibt es die ersten Blasen. So ungefÀhr jedenfalls.

Mich wĂŒrde interssieren, wie Du die Hartschaum-Variante hergestellt hast. Gedrechselt und dann gespachtelt? Und welches Basis-Material hast Du verwendet?

GrĂŒĂŸe

Bernhard
PeterG
887 Beiträge

Betreff: Re: Hornversuche, Acrylvariante (2075 )03.09.2004, 07:33:02
Hallo,

sieht ja irre aus!!! Los, raus mit der Technologie! Tiefgezogen??? Hab mal was drĂŒber gelesen, lang ist es her, aber sicher nicht zu hause zu realisieren..????


MfG
Peter
Meine Hornlautsprecher
Franz G
210 Beiträge
Betreff: Ja, tiefgezogen, zuhause (2026 )03.09.2004, 08:57:41
Ich habe beide "Hörner" tiefgezogen, zuhause notabene.

Das Acrylhorn ist absolut blasenfrei, hat aber vier Bohrungen, da es mal vor den Veravox5S eingespannt war.

Das weisse Horn ist wie folgt hergestellt: es besteht aus 3mm dickem Hartschaum, der als Platten in verschiedenen Farben in BastlergeschÀften erhÀltlich ist. Dicker wÀre besser, denke ich.

Diese Platten lassen sich wie Holz bearbeiten, mit Teppichmesser schneiden, schmelzen und unter WĂ€rme verformen.

Dann habe ich die flache Platte zwischen zwei HolzstĂŒcke mit einem 30cm Loch eingespannt und in der Mitte eine 10cm Holzscheibe angeschraubt (hier wĂ€re ein ca. 20cm langes StĂŒck "Besenstiel" als Griff sinnvoll, damit spĂ€ter genau gerade gezogen resp. gedrĂŒckt werden kann).

Danach habe ich das Ganze auf zwei Holzböcke (StĂŒhle) gestellt, damit der Raum unter dem grossen Loch frei ist.

Nun mit dem HeissluftgeblĂ€se das Material in raschen ringförmigen Bewegungen heizen. Sobald genĂŒgend WĂ€rme erreicht ist, kann die kleine Holzscheibe mit einer Dose, Glas o.Ă€. nach unten gedrĂŒckt werden.

Das Problem dabei ist, dass es etwas Uebung braucht, um nicht bloss einen Konus herzustellen, sondern einen gebogenen Hornverlauf zu erreichen. Ohne Tiefziehform ist das durchaus etwas ein GlĂŒcksspiel.

Ich habs erreicht, indem ich zuerst die ganze FlĂ€che gleichmĂ€ssig heizte und dann etwa bis zur HĂ€lfte mal runterdrĂŒckte. Nach dem AbkĂŒhlen habe ich dann vor allem das Zentrum geheizt und damit die Biegung vervollstĂ€ndigt.

Franz
PeterG
887 Beiträge

Betreff: Hut ab!! (1973 )03.09.2004, 11:15:11
Hi Franz,

ich kann es kaum glauben! Kann mir kaum vorstellen, das dies so funktioniert! Wieviele Versuche hat es denn gedauert? Ich werds wohl nicht sooo schnell probieren! Alleine warme Biegeversuche mit Acryl sind missslungen.....

Aber Wastler haben immer Ideen und unmöglich gibt es nicht!

MfG
Peter
Meine Hornlautsprecher
BN
13 Beiträge
Betreff: Re: Ja, tiefgezogen, zuhause (1822 )03.09.2004, 11:19:19
Hallo Franz,

Das Acrylhorn ist absolut blasenfrei
Ok, ich nehme alles zurĂŒck und behaupte das Gegenteil.
Diese Platten lassen sich wie Holz bearbeiten, mit Teppichmesser schneiden, schmelzen und unter WĂ€rme verformen.
Klingt gut, muß ich unbedingt mal ausprobieren.
Ohne Tiefziehform ist das durchaus etwas ein GlĂŒcksspiel.
Das glaube ich. Die Frage ist, ob es mit einer Tiefziehform viel besser klappt. Wenn nur eine Form vorhanden ist, wird das verformte Material möglicherweise "zurĂŒckfedern" oder pappt sogar an der Form fest.

Jedenfalls vielen Dank fĂŒr die Info.

GrĂŒĂŸe

Bernhard

Franz G
210 Beiträge
Betreff: Danke! (1795 )03.09.2004, 13:58:10
Das war die ersten zwei Versuche.

Das transparente (erste) Horn entstand nach Erhitzung im Backofen, ist aber eben eher ein Konus als dass es einen Hornverlauf aufweist.

Das zweite entstand eben mit dem Heissluftföhn. Ich denke, diese Technik liesse sich freihĂ€ndig zu grosser PrĂ€zision "heranĂŒben". Geigen und andere Instrumente werden ja auch quasi "freihĂ€ndig" gebaut!

Das 3mm Material beginnt sicher bei höheren Pegeln mitzuschwingen und ich werde versuchen, mit dickerem Material zu experimentieren, wenn ich es kriege. Sonst könnte man das Horn ja aussen aufschÀumen oder in einen stabilen, ausgeschÀumten Ring einbauen.

In der aktuellen Form dĂŒrften die Teile sicher nicht hinter einem sonnenbeschienenen Fenster stehen...

Franz

Hier noch die Produktdeklaration (Preise leider wie beim Apotheker <:-/):




Franz G
210 Beiträge
Betreff: Besser 60Grad Konus oder Horn? (1828 )03.09.2004, 14:13:22
RegelmÀssige Leser kennen ja auch meinen audiophilen Apotheker.

Er hat mir heute gesagt, dass nicht ein Hornverlauf, sondern ein 60Grad Konus fĂŒr solche Zwecke optimal sei, aufgrund neuster Erkenntnisse.

Ist das ein Versuch wert? Ich erwarte da eigentlich den typischen Megaphon/Trichtereffekt, KlangverfÀrbungen eben.

Franz
Franz G
210 Beiträge
Betreff: So einfach ist das Tiefziehen doch nicht... (1862 )03.09.2004, 20:33:46
Ich habe heute nochmals ein Horn tiefgezogen, um mit den FE103E zu experimentieren.

Sooo einfach ist es tatsÀchlich nicht. Diesmal ist zwar ein schöner Hornverlauf gelungen, aber das Zentrum ist nicht mehr mittig.

Trotzdem: ein einfaches Davorhalten des misslungenen Hornes klingt sehr vielversprechend und erinnert mich stark an das Interessante an den Saba-Versuchen.

Ich werde da weitermachen. Unterdessen sind beim VerstÀrkerbau bei mir die erzielbaren Unterschiede so gering, der CD Player ist getweakt, so dass die Lautsprecher wieder interessanter werden.

Franz

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