Selbstbau

Der Halbraumstrahler - ein ideales AnfÀngerprojekt

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Fosti
76 Beiträge

Betreff: Re: Noch ein Halbraumstrahler: Das maximierte Dreiwegesystem (796 )29.04.2015, 08:19:06
Hallo Olaf,

das ist doch schön fĂŒr Dich und Deine "User". Ich habe doch oben nur gesagt, das ich persönlich mit BB's nicht zufrieden bin. Dann lass' bitte mir auch meine PrĂ€ferenz. Mich stören LS, die bei gehobener LautstĂ€rke prinzipbedingt verzerren, intermodulieren und komprimieren. Ganz schrecklich fĂŒr meine Ohren. Ist doch vorteilhaft, wenn das Deinem Rezeptionsmechanismus nicht auffĂ€llt.

Viele GrĂŒĂŸe,
Christoph

BTW: Ich hÀtte vor 30 Jahren auch zu gerne die Coral Beta's besessen. Scheiterte am Taschengeld. Jetzt will ich sie nicht mehr, auch wenn ich mir es jetzt leisten könnte, weil sie es mir nicht mehr Wert sind.
P.Krips
374 Beiträge
Betreff: Re: Noch ein Halbraumstrahler: Das maximierte Dreiwegesystem (834 )29.04.2015, 08:33:05
Hallo Olaf,
Tja - das ist immer hÀufiger das Problem.

Etwas nicht gehört zu haben aber zu urteilen.

Sehe ich nicht als Problem, ich kann selbst anhand allerdings sehr ausfĂŒhrlicher Messungen grundsĂ€tzliche Aussagen zur Klangcharakteristik machen.
Dazu gibt es ein interessantes Post aus einem anderen Forum:
http://www.hififorum.at/showpost.php?p=293961&postcount=150

Auch die nachfolgenden Posts aus dem Thread (ab Beitrag 150, Seite 10)
http://www.hififorum.at/showthread.php?t=7769
könnten fĂŒr Wissbegierige interessant sein.

Ich habe schon Abhör-Monitore (3-Weg) mit einem (fast) linearen Frequenzgang gehört, die unter Wohnraumbedingungen einfach nur schei**e klangen. Im Studio waren sie dagegen perfekt.
Damit bestÀtigst du ja, was der Eine oder Andere in der Forenwelt schon geschrieben hat:
Lautsprechersystem und Abhörraumakustik muss man als Einheit sehen und mĂŒssen sich miteinander "vertragen".

Gruß
Peter Krips


Kreativer-Freak
376 Beiträge

Betreff: Re: Noch ein Halbraumstrahler: Das maximierte Dreiwegesystem (794 )29.04.2015, 13:02:49
Hallo @Fosti,

ich mache doch auch niemanden seine LS schlecht, seine Hörgewohnheiten, seine persönlichen PrÀferenzen & Favoriten !
Warum sollte ich auch..........?!

1.) Worauf ich hinauswollte, es gibt LS die messtechnisch super sind, aber trotzdem nicht klingen.

2.) Was sind bei Dir hohe LautstÀrken ab die ein BB verzerrt ?
Rolling Stones Live-Konzert mit 112 dB ? Wiedergegeben mit einem BB ?

Liebe GrĂŒsse
K.F. / Olaf
AH.
137 Beiträge
Betreff: Zur Auslegung geschlossener TieftongehĂ€use am Beispiel eines Eton 12"-Tieftöners (982 )01.05.2015, 12:07:26
Hallo,

im Lautsprecherselbstbau ist es verbreitet, geschlossene TieftongehĂ€use so auszulegen, daß die Einbauresonanz am unteren Ende des gewĂŒnschten Übertragungsbereiches liegt und die EinbaugĂŒte 0,707 betrĂ€gt. Dies fĂŒhrt zu unpraktisch großen GehĂ€usen.

Besser, man entzerrt den Tieftonbereich elektronisch und baut unter Verwendung eines geeigneten Tieftöners einen "Mittendrin-Resonanz-Prinzp-Lautsprecher" MRPL. Das gibt es schon lange. Klein+Hummel O98 (SpÀter O 198) oder auch ME Geithain RL 901 sind Beispiele.

ZunÀchst braucht man einen geeigneten Tieftöner:

Möglichst nicht mehr als 5 mm SchwingspulenĂŒberhang (sonst thermische Dynamikkompression oder Verbrennen bei Belastung). Langhuber sind nicht geeignet!
Aluminium-SchwingspulentrĂ€ger fĂŒr hohe thermische Belastbarkeit (WĂ€rmeabfuhr)
Starker Antrieb (geringe GĂŒte)
Weiche AufhÀngung
Stabile Membrane

Wenn man den gefunden hat, fÀngt man an zu rechnen:

1. Der mechanisch maximal mögliche Pegel im Tieftonbereich

FĂŒr unseren 12 " Eton gilt:

MembranflÀche 515 cm2
SchwingspulenĂŒberhang je Seite 6 mm

Er schafft in einer unendlichen Schallwand bei 30 Hz mechanisch ca. 97 dB/SPL @ 1 m im geschlossenen GehÀuse.

2. Elektrische Belasbarkeit bei mechanischer Voll-Aussteuerung abschÀtzen oder besser beim Hersteller erfragen

Unser Chassis hat 62 mm Schwingspulendurchmesser und einen Aluminium-SchwingspulentrÀger, ich schÀtze die elektrische Belastbarkeit auf ca. 50 Watt bei mechanischer Vollaussteuerung ab. Ruhig bei Eton fragen.

3. GehĂ€usegrĂ¶ĂŸe so bestimmen, so daß mechanisch möglicher Pegel mit elektrischer Belasbarkeit erreicht wird

Diese Rechnung gilt fĂŒr den gesamten mit 12 dB/8ve fallenden Ast von geschlossenen GehĂ€usen.

Wir mĂŒssen das GehĂ€use so wĂ€hlen, daß der Eton 97 dB/SPL bei 30 Hz mit höchstens 50 Watt elektrischer Leistung erreicht.
Ich habe mit einem 87 Liter-GehĂ€use angefangen, hier ergibt sich eine EinbaugĂŒte von 0,5. Die geringe EinbaugĂŒte strebe ich an, um "Nullagenfindungs-Dröhnen" zu minimieren.

Bei 30 Hz ist der Pegel in diesem GehÀuse um 9 dB gefallen, der Kennschalldruckpegel des Eton (91 dB/SPL @ 1m pro Watt) betrÀgt also noch 82 dB/SPL @ 1m pro Watt.

97 dB/SPL @ 1m sind der maximale mechanische Pegel bei 30 Hz, wir brauchen also 15 dB mehr.

Elektrisch nötige Leistung verdoppelt sich pro 3 dB mehr. 15/3=5
-> 2*2*2*2*2=32 Watt sind nötig.

Hier ist alles im grĂŒnen Bereich, das GehĂ€use ist formal sogar zu groß. Aber man will die EinbaugĂŒte von 0,5 und lĂ€ĂŸt es so.

Versteht man etwas von der Thermodynamik geschlossener GehĂ€use, kann man das akustisch wirksame Volumen durch eine geeignete FĂŒllung vergrĂ¶ĂŸern:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=52963&

Als abgeschĂ€tzten Startpunkt fĂŒr eine DĂ€mpfung nur mit Altkleidern wĂŒrde ich daher fĂŒr den 12 " Eton ein 60-Liter-GehĂ€use bauen, das kann ein akustisch wirksames Volumen von ca. 87 Litern haben.

60 cm x 40 cm x 25 cm = 60 Liter!

Wir fĂŒhren das GehĂ€use als "Kommodenbox" in 30 mm MDF aus, es wird also folgende Abmessungen haben:

66 cm x 46 cm x 31 cm

FĂŒr einen Heimlautsprecher noch akzeptabel groß und von einer Person zu tragen. Das ist mir wichtig.

Jetzt muß man erproben, ob es mit dem Eton funktioniert:

http://www.etongmbh.de/produkte/home-hifi/baesse/12-680-62-hex/1/pid/100/

Ich habe es noch nicht erprobt, aber es ist erprobenswert, meine ich.

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas



Kaspie
654 Beiträge

Betreff: Re: Zur Auslegung geschlossener TieftongehĂ€use am Beispiel eines Eton 12 (979 )01.05.2015, 13:50:25
Hallo Andreas

im Lautsprecherselbstbau ist es verbreitet, geschlossene TieftongehĂ€use so auszulegen, daß die Einbauresonanz am unteren Ende des gewĂŒnschten Übertragungsbereiches liegt und die EinbaugĂŒte 0,707 betrĂ€gt. Dies fĂŒhrt zu unpraktisch großen GehĂ€usen.

http://www.syraha.de/foren/audiotreff_selbstbau/user/Kaspie/Schalldruck_QTC_2.jpg

Der letzte Satz ist gilt nur fĂŒr Dich und deinen 12" Eton

Besser, man entzerrt den Tieftonbereich elektronisch und baut unter Verwendung eines geeigneten Tieftöners einen "Mittendrin-Resonanz-Prinzp-Lautsprecher" MRPL. Das gibt es schon lange. Klein+Hummel O98 (SpÀter O 198) oder auch ME Geithain RL 901 sind Beispiele.


Warum soll das besser sein?

Oder anders gefragt: worin soll die Verbesserung bestehen?
ZunÀchst braucht man einen geeigneten Tieftöner:

Möglichst nicht mehr als 5 mm SchwingspulenĂŒberhang (sonst thermische Dynamikkompression oder Verbrennen bei Belastung). Langhuber sind nicht geeignet!
Aluminium-SchwingspulentrĂ€ger fĂŒr hohe thermische Belastbarkeit (WĂ€rmeabfuhr)
Starker Antrieb (geringe GĂŒte)
Weiche AufhÀngung
Stabile Membrane

Ab hier habe ein paar Probleme:
5 mm SchwingspulenĂŒberhang sind 10 mm Hub--das ist ein Langhuber und benötigt eine weiche AufhĂ€ngung!
Was passiert, wenn ich ein Chassis verwende, der 38 cm groß ist, eine Schwingspule aus Papier , hart aufgehĂ€ngt ist und eine niedrige Resonanzfrequenz besitzt und der Antrieb dabei weniger stark ist?
Ich aber trotz geringerer thermischer Belastbarkeit einen höheren Maximalpegel bei weniger EnergiezufĂŒhrung benötige? Und die Membran aus Papier besteht?

Frage ist also: Was ist fĂŒr Dich der geeignete Treiber?
Eine Antwort wie : " ein Eton 12" oder die "Fritz Willhem Box " ist hier nicht gemeint.
Geh das Thema bittel etwas akademisch an, dann können wir das auch verstehen

LG
Kay



P.Krips
374 Beiträge
Betreff: Re: Zur Auslegung geschlossener TieftongehĂ€use am Beispiel eines Eton 12 (832 )01.05.2015, 14:51:46
Hallo Andreas,
kleine Anmerkung:
im Lautsprecherselbstbau ist es verbreitet, geschlossene TieftongehĂ€use so auszulegen, daß die Einbauresonanz am unteren Ende des gewĂŒnschten Übertragungsbereiches liegt und die EinbaugĂŒte 0,707 betrĂ€gt. Dies fĂŒhrt zu unpraktisch großen GehĂ€usen.

Verstehe das nun nicht, dein weiter unten realisiertes GehĂ€use mit Qtc 0,5 ist doch deutlich grĂ¶ĂŸer.

Nimmt man Qtc 0,7, kommt man mit weniger als der HĂ€lfte des GehĂ€usevolumens aus, der Pegel bei 30 Hz ist dann noch mal um ca. 3 dB abgefallen, man benötigt dann fĂŒr die Entzerrung auf den Zielpegel ca. 64 Watt, was der Treiber mit einer nominellen Belastbarkeit von 200 Watt (steht im verlinkten Datenblatt) doch auch können sollte, oder ?

Gruß
Peter Krips
AH.
137 Beiträge
Betreff: Re: Noch ein Halbraumstrahler - das minimierte Dreiwegesystem mit 13 mm Hochtöner (1039 )03.05.2015, 17:16:38
Hallo,

um bis 20 kHz gut zu hören, benötigt man eine 8 mm Weichkalotte - die gibt es nicht.

Der kleinste mir bekannte Hochtöner ist der Visaton CP 13 und ich habe gerade ein bißchen "Entwerfer-Freude". Daher hier ein Bauvorschlag. Ob er funktioniert, kann nur die Praxis klĂ€ren.

Tieftöner: Görlich TT 200 G:

http://www.expolinear.de/images/stories/Expolinear-Goerlich-TT-200G.pdf

Der wird als MRPL ausgelegt. Es ergibt sich fĂŒr eine EinbaugĂŒte von 0,5 eine GehĂ€usegrĂ¶ĂŸe von 11 Liter, das ist unter dem Aspekt nichtlinearer Verzerrungen etwas wenig. Daher vergrĂ¶ĂŸern wir auf 15 Liter.

NatĂŒrlich muß das System als Wandbox ausgelegt werden, sonst ist der 20er zu pegelschwach im Grundtonbereich. Einbautiefe nicht eingefrĂ€st ist 95mm, wir wĂ€hlen 19 mm MDF oder Spanplatte. Wir wĂ€hlen 9,5 x 40 x 40 cm als Innenabmessung, das ergibt 15 Liter. KrĂ€ftig mit Altkleidern ausstopfen oder Vorder- und RĂŒckseite mit vielen kleinen "StĂŒtzen" verbinden. So sieht das in grĂ¶ĂŸer (30 Liter Innenvolumen) aus:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=52625&

Mitteltöner: Morel MDM 55, hier gibt es sie, einfach unter Morel und dort unter Mitteltöner schauen:

http://www.dieboxhifi.de/

Hochtöner: Visaton CP 13

http://www.visaton.de/de/chassis_zubehoer/ht_kalotten/cp13_4.html

FrequenzĂŒbergĂ€nge ca. 650 Hz (Tieftöner ka = 1) und 3,3 kHz (Mitteltöner Durchmesser = halbe WellenlĂ€nge).

Das ganze natĂŒrlich voll aktiv und mit elektronischer Tieftonentzerrung.

Das Äußere der Wandbox ist nur 13,3 cm x 43,8 cm x 43,8 cm. Klein. SĂŒĂŸ. Laut. Wohnraumtauglich.

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas
Kaspie
654 Beiträge

Betreff: Re: Noch ein Halbraumstrahler - das minimierte Dreiwegesystem mit 13 mm Hochtöner (944 )03.05.2015, 21:03:44
um bis 20 kHz gut zu hören, benötigt man eine 8 mm Weichkalotte - die gibt es nicht.

Erst einmal benötigt man solche Ohren, um bis zu dieser Frequenz hören zu können.
Zweitens benötigt man GerÀusche , die so hoch gehen und als Musik in irgendwelcher art zu identifizieren bzw wahrzunehmen sind.
Drittens hat diese nichts mit 8 mm zu tun. Und mit Weichkalotte schon mal gar nichts.

Von wem hast Du solch einen Unsinn?


KopfschĂŒttelnde GrĂŒĂŸe

Kay

AH.
137 Beiträge
Betreff: Re: Richtige Wiedergabe bis 20 kHz (962 )03.05.2015, 22:44:40
Erst einmal benötigt man solche Ohren, um bis zu dieser Frequenz hören zu können.
Zweitens benötigt man GerÀusche , die so hoch gehen und als Musik in irgendwelcher art zu identifizieren bzw wahrzunehmen sind.
Drittens hat diese nichts mit 8 mm zu tun. Und mit Weichkalotte schon mal gar nichts.


Hallo,

1. ich höre noch problemlos das ZeilengerÀusch von Fernsehern. Auch im Hörtest wurde mir (42) ein gesundes Hochton-Hörvermögen betÀtigt.

2. Gewöhnliche Pop-Musik hat eine Amplitudenstatistik, die recht linear bis 20 kHz reicht. Habe ich gemessen.

3. Das Abstrahlverhalten herkömmlicher Hochton-Kalotten ist bis 20 kHz viel zu schlecht. Sie sind zu groß gegen die WellenlĂ€nge. Siehe Bild im Anhang, diese normale SEAS 25 mm Kalotte mißt sich unperfekt und hört sich unperfekt an. Jeder der schonmal 19 mm Kalotten mit 25 mm Kalotten verglichen hat, kennt einen deutlichen Klangunterschied. 19 mm klingt deutlich besser!

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas




Luidega
43 Beiträge
Betreff: Re: Richtige Wiedergabe bis 20 kHz (762 )04.05.2015, 00:35:04
Ich habe Morelkalotten mit 28mm Schwingspule. Ich finde die klingen gut. Obwohl sie bei 14 Khz auf Achse typischerweise einen Einbruch haben. Allerdings höre ich Hochtonkalotten auch ihrem Bestimmungszweck entsprechend ab. Und nicht ungefiltert.

Einer meiner Lieblingshochtöner ist der T52 von KEF. Auch nicht gerade klein.

Ist vielleicht eine Frage von "Sound". Ich fand eine Noferro12 nicht besser von der Auflösung her. Aber das bessere Abstrahlen nach oben hin macht natĂŒrlich was aus.

GrĂŒĂŸe Lutz

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