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Kleines Hochleistungs-Vierwegesystem im Andenken an Frog

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AH.
137 Beiträge
Betreff: Kleines Hochleistungs-Vierwegesystem im Andenken an Frog (1818 )01.05.2015, 14:01:04
Activ Anlage
ÖrpZ 6x10"...600W
2 Sat,s mit 3 Weg Activ 200Mid-350Mid-100WHigh
Fane 8M 1x
Isophon PSM 2x

Iso(klirr)*g*
SKK10 2x
1x MB Hai-Ent Metall KK

24db Link-Witz
FĂŒ
100-350-3200

8M Mid lÀuft mit 12 db aus
Subbi ist mit 12db nach oben gefiltert


Hallo,

so hat Frog sein Aktivsystem (1984) veröffentlicht. Ich will hier an das Gute erinnern, sonst wird es vergessen. Nicht alle Chassis sind mehr erhÀltlich, daher habe ich es etwas modifiziert:

Fane 8 M scheint es noch zu geben:
http://lautsprechershop.de/pdf/fane/cres8m.pdf

Isophon PSM 120 gibt es nicht mehr. Ich schlage als Ersatz Podszus-Görlich MT 130 T vor:

http://www.expolinear.de/images/stories/Expolinear-Goerlich-MT-130T.pdf

91 dB/SPL pro Watt @ 1m, ein guter Ersatz. JĂŒrgen Görlich hat mir Ă€hnliche gebaut, die klingen in meinen Ohren besser, als der PSM 120. Wer meinem Gehör nicht vertraut: 130 mm Görlich-Mitteltöner waren im Klein+Hummel O92, jahrzehntelang Referenz-Lautsprecher der ARD.

Als Hochtöner wurde ich Neodym-Kalotten nehmen, da gelingt das Array besser.

http://www.audio-direkt.de/shop/Lautsprecherbau/Chassis/Morel/MDT-40::167.html

Nun geht es an den Baß. Den berĂŒhmten SchultĂŒten-Isophon gibt es nicht mehr, also ersetzen wir es durch was kleineres, einen Eton 7"er. 4 mm SchwingspulenĂŒberhang je Seite sind gut und einen Aluminium-TrĂ€ger hat er auch!

http://www.etongmbh.de/produkte/home-hifi/mitteltoener-tiefmitteltoener/7-375-32-hex/1/pid/96/

Dort gibt es ihn fĂŒr 150 €, etws runterscrollen:

http://www.plus-elektronik.de/shop/index.htm?lautsprecher___zubehoer_home_-_hifi__programm_eton_-_produkte_tiefmitteltoener.htm

Frog hatte 6 x 10 ", wir gehen daher auf 16 x 7" fĂŒr ein Ă€hnliches Verschiebevolumen.

Akustisch wirksames Volumen muß ca. 3 Liter pro 7"er sein (echter URPS!), insgesamt also 48 Liter akustisch wirksames Volumen. Sperrholz reicht fĂŒr den Sub.

Den Satteliten kann man als sehr kleinen Wandlautsprecher nach JĂŒrgen Elberich und mir ausfĂŒhren:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=52625&

Ein freistehender Sattelit sollte leider fĂŒr mich eine Mindest-SchallwandgrĂ¶ĂŸe von ca. 0,25 m2 haben, damit das BĂŒndelungsmaß ab ca. 250 Hz ausreicht (sonst klingt es verfĂ€rbt, der Formant fĂŒr das "u" liegt bei 300Hz).

Chassis-Anordnung:

Zwei Podszus-Görlich-Mitteltöner ĂŒbereinander
Drei Hochtonkalotten ĂŒbereinander neben den beiden Mitteltönern.

Eine Verbeugung an einen meiner wichtigsten Lehrer im Lautsprecherbau!

Andreas





P.Krips
374 Beiträge
Betreff: Re: Kleines Hochleistungs-Vierwegesystem im Andenken an Frog (1102 )01.05.2015, 15:21:11
Hallo Andreas,

an anderer Stelle hast du ja d'Appolito-Anordnungen wegen des schlechten vertikalen Abstrahlverhaltens völlig verdammt.

Nun stellst du hier:
Chassis-Anordnung:

Zwei Podszus-Görlich-Mitteltöner ĂŒbereinander
Drei Hochtonkalotten ĂŒbereinander neben den beiden Mitteltönern.

Eine Verbeugung an einen meiner wichtigsten Lehrer im Lautsprecherbau!


Treiberanordnungen -mal wieder als den Königsweg- vor.

Die beiden MT haben folgendes vertikales Abstrahlverhalten:


und die drei HT folgendes:


Spielt nun versautes vertikales Abstrahlverhalten keine Rolle mehr, da der Vorschlag ja von dir stammt ?

GeringfĂŒgig verwunderte GrĂŒĂŸe

Peter Krips

P.S. Zur Erinnerung noch mal, was du zu d'Appolito wegen vertikalem Abstrahlverhalten geschrieben hast, incl. Abiturientenspitzen...

Hallo Peter,

vielleicht hast Du mich nicht verstanden. Ich habe schon einmal versucht, diese Lehre zu verbreiten. Wir betrachten ein "dŽAppolito" System zunÀchst ohne Hochtöner. Nur zwei interferierende Mitteltöner.
Du schreibst "gilt nur fĂŒr den FrequenzĂŒbergang" aber das interessiert mich nicht. Das Gesamtsystem muß gut sein. Funktioniert prima bei 2 kHz, aber einfach nur untauglich bei 1,5 kHz will niemand - wenn es so wĂ€re.

Abiturienten mit Physik-Grundkurs wissen: Bei einer Wegstreckendifferenz von Lambda/2 kommt es zu einer destruktiven Interferenz. Bei einer Wegstreckendifferenz von Lambda (WellenlÀnge) kommt es zu einer konstruktiven Interferenz.

Du kennst den "Koppelradius", er ist m.W. als Lambda/2 definiert. Bei 90 ° kommt es daher zu einer destruktiven Interferenz zweier Schallquellen im "Koppelradius". Abiturienten mit Physik-Grundkurs lehnen zwei Mitteltöner im Koppelradius ab unter dem Aspekt des Abstrahlverhaltens.

Nach Deinen AusfĂŒhrungen soll die Bedingung von dÂŽAppolito 2/3 Lambda Strahlerabstand sein. Das ist noch schlimmer/weiter als der Koppelradius. Abiturienten mit Physik-Grundkurs lehnen das dÂŽAppolito-System ab unter dem Aspekt des Abstrahlverhaltens/Diffusfeld-Frequenzganges.
Normalerweise werden noch grĂ¶ĂŸere AbstĂ€nde gewĂ€hlt. 2 KHz sind 17 cm WellenlĂ€nge. Oft werden dÂŽAppolito-Anordnungen grĂ¶ĂŸer Lambda gebaut.

Miß bitte den Abstand Deiner beiden Mitteltöner in der angehĂ€ngten Box und veröffentliche den Abstand und den FrequenzĂŒbergang.

Folgerung: Man versucht es mit einem Mitteltöner. Der sollte genĂŒgend belastbar und Wirkungsgradstark sein. Also z.B. Görlich 130er, ATC-Kalotte,...

Reicht das nicht, baut man nicht dÂŽAppolito, sondern zwei Mitteltöner ĂŒbereinander und den oder die Hochtöner als kleines Array daneben. Das erkennt ein Theoretiker. Das kann jeder Abiturient mit Physik-Grundkurs.

Ich habe die schwerwiegenden MÀngel von zwei Mitteltönern mit einem Hochtöner dazwischen anhand einer Graphik des gemessenen Abstrahlverhaltens gezeigt:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=52908&

Jetzt solltest Du wie folgt vorgehen. Du schaust Dir Deine Box an. Das vertikale Abstrahlverhalten ist theoretisch sehr schlecht.
Du mißt den vertikalen Amplitudenfrequenzgang unter 0°, 30°, 60°, 90° und veröffentlichst ihn hier. Sieht sehr schlecht aus. Phrophezeihung.
Du hörst Dir Deinen Lautsprecher mit Rosarauschen an und bewegst Dich vertikal vor Deiner Box auf und nieder. Klingt winkelabhÀngig sehr verschieden. Schlecht.
Du hörst auch eine vertikal zu stark ausgedehnte Phantomschallquellenbildung mit Rosarauschen. Schlecht.

Jetzt willst Du Deinen Lautsprecher verbessern. Du lĂ€ĂŸt den zweiten Mitteltöner einfach weg und baust Tieftöner - Mitteltöner - Hochtöner. Das mißt sich besser und klingt auch besser. Der Diffusfeldfrequenzgang ist besser, das vertikale Abstrahlverhalten ist bei richtiger AusfĂŒhrung wenig gestört.
Ich schlage Dir eine wandbĂŒndige Montage in eine Trockenbauwand oder eine ca. 13 cm tiefe Flachbox vor. Der empfohlene Hörabstand in normalen RĂ€umen betrĂ€gt gut 1,5 Meter.

Nun habe ich Dir geholfen und Deine LebensqualitĂ€t hat sich durch mich verbessert. Das ist mein Ziel fĂŒr alle hier.

Der neue Lautsprecher ist Dir nicht laut genug. Möglich. Du nimmst die ATC-Kalotte mit 94 dB/SPL @ 1m. Dank 76 mm Schwingspule recht belastbar. Hier im Forum habe ich eine Bezugsadresse angegeben. Oder Du baust ein kleines Array wie oben beschrieben.

Alles ist ein Kompromiß. dÂŽAppolito-Anordnungen sind ein unnötig schlechter Kompromiß. Wenn man Ahnung hat, baut man es nicht.

HauptzschĂŒller - so war ich nie, das war nicht gut vom Frogger. Wenn ich ein Dach zu decken habe, höre ich auch auf den Dachdecker.

Also: Ich will Dir und allen Lesern hier helfen, gute Lautsprecher zu bauen. Auch kreativ und gezielt zu sounden, wenn das gewĂŒnscht wird. Und wie verhĂ€lst Du dich Deinem Helfer gegenĂŒber?

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas


P.Krips
374 Beiträge
Betreff: Re: Kleines Hochleistungs-Vierwegesystem im Andenken an Frog (1082 )01.05.2015, 16:37:58
Hallo,
Akustisch wirksames Volumen muß ca. 3 Liter pro 7"er sein (echter URPS!), insgesamt also 48 Liter akustisch wirksames Volumen.


Mit dem URPS ist das so eine Sache, wirklich gut funktioniert er eigentlich nur im Beschallungsbereich in einem Großarray, weil dann der Bereich des konstanten Strahlungswiderstandes sehr weit nach unten rutscht und sich somit Wirkungsgrad und Richtwirkung ergeben.

Im Heimbereich mit zwangslÀufig viel weniger Treibern fallen diese Effekte aber weg.
Was bleibt ist reichlich benötigte VerstÀrkerleistung und leider heftiger Klirr.
Da gibt es in der Forenlandschaft reichlich Threads zu, auch mit Messungen, die die Problematik aufzeigen.
Im Heimbereich kann man mit Bassarrays einfacher bessere Ergebnisse erreichen, wenn man auf reinen UR-Betrieb verzichtet.
Mehr Boxenvolumen benötigt man dann halt schon.


Sperrholz reicht fĂŒr den Sub.

Wieso ?
Darf /soll ein URPS-GehÀuse mitschwingen ?

Gruß
Peter Krips
AH.
137 Beiträge
Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (1256 )02.05.2015, 13:41:26
Hallo,

Dr. Finn Hoffmann hat mit dem URPS vor allem auf die Nullagenfindungsprobleme dynamischer Lautsprecher aufmerksam gemacht.

Bewegt sich der Tieftonlautsprecher sichtbar, sind es fast immer solche Nullagenfindungsprobleme. Man beachte: Das menschliche Auge kann 24 Hz (Bildwiederholungsfrequenz von Filmen) nicht auflösen. HĂŒpft der Tieftöner im Takt der Bass-Drum, dann hat er Nullagenfindungsprobleme. Diese wirken sich wie folgt aus:

1. Hoher Klirr bei Musikwiedergabe. Das ist verstĂ€ndlich, denn die sichtbaren Nullagenfindungsprobleme betragen oft mehrere Millimeter. Beim gegebenen SchwingspulenĂŒberhang kommt ein Tieftöner dann schnell in den nichtlinearen Bereich bei Musikwiedergabe.
Nullagenfindungsproblem erkennt man besonders gut mit dem 100 Hz-Sinus-Gong der SQAM-CD:

https://tech.ebu.ch/publications/sqamcd

https://tech.ebu.ch/docs/tech/tech3253.pdf

Oft werden Tiefton-Lautsprecher bei der Wiedergabe dieses Testsingals aus dem Lautsprecher heraus bewegt oder hinein. Manche sind auch gut und man sieht keine Bewegung bei der Wiedergabe, wie mein Görlich 245 37/8S oder der 12" PHL im K+H O 500 C.

2. Nullagenfindungs-Dröhnen: Wenn der Lautsprecher aus der Nullage ausgelenkt wird, fĂ€llt er nach Beendigung der Anregung wieder zurĂŒck. Das tut er mit seiner gesamten Übertragungsfunktion, also auch mit seiner Einbauresonanz. Bei Baßreflexboxen wird auch der Helmholtzresonator angeregt, was zum unangenehmen "Eintonbaß" fĂŒhrt.

Die grĂ¶ĂŸten Nullagenfindungsprobleme des dynamischen Lautsprechers treten bei der etwa zweifachen Einbau-Resonanzfrequenz auf. Welche technischen Lösungen gibt es?

1. Einen hochwertigen Lautsprecher mit stabilem Antrieb. Hier sind zu nennen der 12" PHL aus dem Klein + Hummel O500 C und der Görlich 245 37/8S, den ich geschlossen und aktiv betreibe. Aber: Auch mein Görlich "zittert" ein klein wenig bei Musikwiedergabe!

2. URPS. Hier liegt die Einbauresonanz oberhalb des Übertragungsbereiches. Er hat viel weniger Nullagenfindungsprobleme. Der angeblich hohe Klirrfaktor bei tiefen Frequenzen muß psychoakustisch bewertet werden. Bei geringen Pegeln sind 20 % k3 nach meiner Kenntnis im Tieftonbereich gerade so eben hörbar, die Hörschwelle fĂŒr k2 liegt noch wesentlich höher. Die Visaton-Messungen bei einem maximalen Klirrfaktor von 10 % sind psychoakustisch sinnlos.

3. MRPL ("mittendrin Resonanz Prinzip Lautsprecher") mit einer EinbaugĂŒte von kleiner oder gleich 0,5. Die Eigenresonanz bei diesem geschlossenen und aktiv betriebenen Tieftöner liegt mitten im Übertragungsbereich. Zumindest das Nullagenfindungs-Dröhnen wird durch die EinbaugĂŒte von 0,5 oder darunter wenig hörbar. NatĂŒrlich muß dieses System entzerrt werden. Bekannte Beispiele sind Klein + Hummel O98, spĂ€ter O 198 und O300 D oder ME Geithain RL 901. Er ist eher dröhngefĂ€hrdet, als der URPS, aber recht billig. Die Einbauresonanz liegt recht hoch, so daß die zweifache Resonanz auch recht hoch liegt. Die Amplituden des Lautsprechers bei der zweifachen Resonanz sind schon recht gering (Die Amplitude fĂ€llt sehr stark mit steigender Frequenz bei gleichem Pegel), daher gibt es geringere Nullagenfindungsprobleme.

Bei tief resonierend abgestimmten Lautsprechern (Baßreflex oder geschlossen auf 0,707 abgestimmt am unteren Ende des Übertragungsbereiches) fallen Nullagenfindungsprobleme und das daraus resultierende Dröhnen und Klirren viel stĂ€rker ins Gewicht.

Ich habe hier am Beispiel eines 12" Eton gezeigt, wie man einen MRPL auslegt:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=53039&

MRPL-geeignete Tieftöner erscheinen von den TSP her nicht als Tieftöner fĂŒr geschlossene GehĂ€use geeignet. Man muß sie suchen:

Möglichst nicht mehr als ca. 5 mm SchwingspulenĂŒberhang (sonst thermische Dynamikkompression oder Verbrennen bei Belastung). Langhuber sind nicht geeignet!
Aluminium-SchwingspulentrĂ€ger fĂŒr hohe thermische Belastbarkeit (WĂ€rmeabfuhr)
Starker Antrieb (geringe GĂŒte)
Sehr weiche AufhÀngung
Stabile Membrane
Leichte Membrane

Der Görlich 245 37/8S geht ganz ausgezeichnet. Sehr weicher, nicht resonierdender Tieftonbereich mit gut hörbaren 16 Hz (Subkontra-c) bei Orgelmusik:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=52857&

Potentiell geeignet sind

http://www.etongmbh.de/produkte/home-hifi/baesse/12-680-62-hex/1/pid/100/

http://www.etongmbh.de/produkte/home-hifi/baesse/11-581-50-hex/1/pid/99/

In Anbetracht der Tatsache, daß laut UNO jĂ€hrlich 8,5 Millionen Menschen verhungern und die NahrungsmittelĂŒberproduktion 25 - 30 % betrĂ€gt, wĂŒrde ich mir auch zum Aktivsystem von Dr. Finn Hoffmann keinen URPS bauen, sondern einen MRPL

z.B. 2 x 12" Eton in je 87 Liter akustisch wirsamen Volumen (durch Stopfen mit Altkleidern wird er deutlich kompakter, mindestens 30 % weniger Volumen!)

3 Eton 11" in je 40 Liter akustisch wirksamen Volumen (Volumenverkleinerung wie oben)

Preiswertere MRPL-geeignete Tieftöner werden gesucht....

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas





AH.
137 Beiträge
Betreff: Re: Die VorzĂŒge eines hohen Kennschalldruckpegels (1227 )02.05.2015, 13:52:14
Hallo,

man kann leicht erkennen, daß Dr. Finn Hoffmann den Kennschalldruckpegel in seinem System hoch gewĂ€hlt hat.

Vorteil: Geringe thermische Dynamikkompression.

Genrell wĂŒrde ich fĂŒr Hifi-Lautsprecher keine Kennschalldruckpegel unter ca. 90 dB/SPL pro Watt @ 1 empfehlen. Mitteltöner mit ausreichendem Kennschalldruckpegel sind selten geworden, daher hier eine Sammlung:

http://www.syraha.de/foren/msg.php?f=audiotreff_selbstbau&idx=52807&

Strebt man höhere Kennschalldruckpegel an (was legitim ist), dann muß man beim Abstrahlverhalten oder anderen Parametern beim dynamischen Lautsprecher Kompromisse eingehen.

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas
P.Krips
374 Beiträge
Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (1098 )02.05.2015, 17:11:48
Hallo,
*Seufz*
Dr. Finn Hoffmann

Das erste mal, dass ich Dr. im Zusammenhang mit Finn höre. Hat das eine irgendwie geartete Relevanz zum Thema hier ?

Bewegt sich der Tieftonlautsprecher sichtbar, sind es fast immer solche Nullagenfindungsprobleme

NatĂŒrlich sieht man auch den Membranhub eines z.B. Basses, wenn er ordentlich Pegel macht, und zwar unabhĂ€ngig von einer noch dazukommender Nulllagenfindungsproblematik.

Oft werden Tiefton-Lautsprecher bei der Wiedergabe dieses Testsingals aus dem Lautsprecher heraus bewegt oder hinein. Manche sind auch gut und man sieht keine Bewegung bei der Wiedergabe, wie mein Görlich 245 37/8S oder der 12" PHL im K+H O 500 C.

Gibt es dafĂŒr irgendwelche messtechnischen Belege, wie z.B. von Klippel ?

2. Nullagenfindungs-Dröhnen: Wenn der Lautsprecher aus der Nullage ausgelenkt wird, fĂ€llt er nach Beendigung der Anregung wieder zurĂŒck. Das tut er mit seiner gesamten Übertragungsfunktion, also auch mit seiner Einbauresonanz. Bei Baßreflexboxen wird auch der Helmholtzresonator angeregt, was zum unangenehmen "Eintonbaß" fĂŒhrt.

Schwingt ein Treiber nicht IMMER nach seiner Übertragungsfunktion aus, und zwar unabhĂ€ngig davon, ob es noch zusĂ€tzlich einen Lagenoffset der Schwingspule gibt ?

1. Einen hochwertigen Lautsprecher mit stabilem Antrieb. Hier sind zu nennen der 12" PHL aus dem Klein + Hummel O500 C und der Görlich 245 37/8S, den ich geschlossen und aktiv betreibe

Kannst du mal einen irgendwie gearteten technischen Beleg fĂŒr diese Aussagen zu den genannten Treibern vorlegen. Durch welche Konstuktionsdetails wird da angeblich die Problematik verhindert ?

Aber: Auch mein Görlich "zittert" ein klein wenig bei Musikwiedergabe!

Unvermeidlich, wenn er fĂŒr Pegel Hub machen muss.

2. URPS. Hier liegt die Einbauresonanz oberhalb des Übertragungsbereiches. Er hat viel weniger Nullagenfindungsprobleme

Soweit die Behauptung...
Gibt es dafĂŒr eindeutige messtechnische Belege ?


3. MRPL ("mittendrin Resonanz Prinzip Lautsprecher") mit einer EinbaugĂŒte von kleiner oder gleich 0,5. Die Eigenresonanz bei diesem geschlossenen und aktiv betriebenen Tieftöner liegt mitten im Übertragungsbereich. Zumindest das Nullagenfindungs-Dröhnen wird durch die EinbaugĂŒte von 0,5 oder darunter wenig hörbar. NatĂŒrlich muß dieses System entzerrt werden. Bekannte Beispiele sind Klein + Hummel O98, spĂ€ter O 198 und O300 D oder ME Geithain RL 901. Er ist eher dröhngefĂ€hrdet, als der URPS, aber recht billig. Die Einbauresonanz liegt recht hoch, so daß die zweifache Resonanz auch recht hoch liegt. Die Amplituden des Lautsprechers bei der zweifachen Resonanz sind schon recht gering (Die Amplitude fĂ€llt sehr stark mit steigender Frequenz bei gleichem Pegel), daher gibt es geringere Nullagenfindungsprobleme.

Bei tief resonierend abgestimmten Lautsprechern (Baßreflex oder geschlossen auf 0,707 abgestimmt am unteren Ende des Übertragungsbereiches) fallen Nullagenfindungsprobleme und das daraus resultierende Dröhnen und Klirren viel stĂ€rker ins Gewicht.

Auch zu diesen Aussagen der angeblichen AbhÀngigkeit der Nullfindungsproblematik vom Einbau-Q erwarte ich ausser deiner Behauptung mal handfeste (mess-)technische Belege.

Möglichst nicht mehr als ca. 5 mm SchwingspulenĂŒberhang (sonst thermische Dynamikkompression oder Verbrennen bei Belastung). Langhuber sind nicht geeignet!

Diese Behauptung hat man dir bereits in anderen Foren widerlegt und in den Bereich der MĂ€rchen verwiesen.
Wieso stellst du die Behauptung dann hier erneut auf ?

Aluminium-SchwingspulentrĂ€ger fĂŒr hohe thermische Belastbarkeit (WĂ€rmeabfuhr)
Starker Antrieb (geringe GĂŒte)
Sehr weiche AufhÀngung
Stabile Membrane
Leichte Membrane

Das ist dein Anforderungskatalog, man kann aber passenden Qtc und fc auch mit anderen Treiberparametern erreichen.

Der Görlich 245 37/8S geht ganz ausgezeichnet. Sehr weicher, nicht resonierdender Tieftonbereich mit gut hörbaren 16 Hz (Subkontra-c) bei Orgelmusik:

Ist dir entfallen, dass man dir an anderer Stelle schon nachgewiesen hat, dass der Treiber bei 16 Hz nicht genĂŒgend Verschiebevolumen aufbringen kann um die Hörschwelle zu ĂŒberschreiten ?
Schon mal was von Residuumhören gehört ?

Gruß
Peter Krips
Fosti
75 Beiträge

Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (974 )02.05.2015, 17:46:09
Schwingt ein Treiber nicht IMMER nach seiner Übertragungsfunktion aus, und zwar unabhĂ€ngig davon, ob es noch zusĂ€tzlich einen Lagenoffset der Schwingspule gibt ?

Hallo Peter,
beim zurĂŒckfallen aus einem offset kommt es quasi zum anregen der sprungantwort. Das ist schon ein Unterschied,als wenn der tt dem musiksignal ohne DC offset gefolgt wĂ€re.
Viele grĂŒĂŸe,
Christoph
P.Krips
374 Beiträge
Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (1071 )02.05.2015, 20:11:56
Hallo Christoph,

Hallo Peter,
beim zurĂŒckfallen aus einem offset kommt es quasi zum anregen der sprungantwort. Das ist schon ein Unterschied,als wenn der tt dem musiksignal ohne DC offset gefolgt wĂ€re.
Viele grĂŒĂŸe,

Danke.
Dennoch die Frage: wie verbreitet ist das Problem und in welcher AusprĂ€gung bei halbwegs vernĂŒnftigen Treibern denn tatsĂ€chlich ?
Das Thema ist ja schon eine Weile in der Diskussion, Berichte von Usern, die das Problem an ihren vorhandenen Boxen bestÀtigen, kenne ich halt keine.
Auch habe ich persönlich da keine AuffÀlligkeiten feststellen können, baue aber schon sehr lange nur noch CB.

Gruß
Peter Krips
Fosti
75 Beiträge

Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (970 )02.05.2015, 22:59:33
Das ist ja auch keine BestÀtigung. Mal sehen ob ich das mit meinem Laser mal im Rahmen einer studentischen Arbeit untersuchen lassen kann.
Viele grĂŒĂŸe,
Christoph
Fosti
75 Beiträge

Betreff: Re: Die VorzĂŒge des URPS (991 )02.05.2015, 23:02:26
BTW und auch wg doppelpost im anderen Beitrag,habe erst am Dienstag wieder mein ThinkPad

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